
Hier finden Sie unsere Qualitäten im Überblick.
Hüftgelenksarthroskopien helfen Sportlern und jüngeren Menschen
Jeder, der unter Gelenkschmerzen leidet, weiß, dass diese Beschwerden die Lebensqualität massiv beeinträchtigen. Mit der Arthroskopie des Hüftgelenkes bietet Dr. Holger Bode, leitender Oberarzt der Unfallchirurgie und Orthopädie des Christlichen Krankenhauses Quakenbrück, ein neues und anspruchsvolles Verfahren an, um Gelenkschmerzen auf den Grund zu gehen und sie oftmals ohne konventionelle Operation oder gar Prothese zu beheben. Gerade für jüngere Patienten, die beruflich und sportlich sehr aktiv sind und Hüftschmerzen oder eine beginnende Arthrose haben, ist die Arthroskopie geeignet.
Während die Gelenkspiegelung von Knie oder Schulter seit Jahrzehnten praktiziert wird, ist diese Methode für das Hüftgelenk relativ neu. Das liegt vor allem daran, dass dieses größte Gelenk des Menschen sehr komplex aufgebaut und nur schwer zu erreichen ist.
„Die minimalinvasive Diagnose- und Operationsmethode für das Hüftgelenk wird deutschlandweit bisher nur in wenigen Kliniken durchgeführt“, erläutert Dr. Bode. „Wir setzen die Arthroskopie zum Beispiel ein, um Hüftschmerzen bei jüngeren Menschen – auch Sportlern - abzuklären, ebenso zur Behandlung beginnender Arthrosen, Entfernung freier Gelenkkörper, Knorpelschäden, Anrissen der Pfannenlippe, aber auch zur Knochenabtragung bei Impingement (Enge-)-Syndrom.“ Zur Zeit sei das CKQ die einzige Klinik zwischen Bremen und Münster, in der die Hüftgelenksarthroskopie durchgeführt werde.
Die minimal-invasive Methode habe viele Vorteile für die Patienten, so Dr. Bode: „Im Vergleich zu konventionellen Methoden haben unsere Patienten bei der Arthroskopie deutlich weniger Schmerzen. Auch sind die Wunden wesentlich kleiner und der Heilverlauf ist deutlich verkürzt. Es sind nur drei bis vier kleine Hautschnitte nötig, deren Narben später kaum zu sehen sind. Zudem ist der Patient sofort nach der Operation wieder mobil.“
Info: 05431-15-2853
Bildunterschrift:
Hüftschmerzen lassen sich häufig mit moderner Arthroskopie therapieren.
Christliches Krankenhaus Quakenbrück ist Teil der länderübergreifenden Klinikkooperation
Münster/Quakenbrück. Nach einem Unfall zählt jede Minute: Die bestmögliche Versorgung von Unfallopfern ist daher das Ziel des länderübergreifenden Traumanetzwerks NordWest, einem Zusammenschluss von Kliniken aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und den Niederlanden. Jetzt haben die 25 Kliniken des Traumanetzwerks NordWest, dem auch das regionale Trauma-Zentrum des CKQ angehört, zum ersten Mal den aufwändigen Zertifizierungsprozess der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) erfolgreich abgeschlossen.
Das 2008 gegründete Traumanetzwerk NordWest zählt zu den größten seiner Art in Deutschland. Im Netzwerkgebiet wurden im Jahr 2010 rund 1.000 lebensbedrohlich verletzte Unfallopfer versorgt.
Im Beisein von NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens erhielt nun auch Drs. Ben Hogt, Chefarzt der Abteilung Unfallchirurgie und Orthopädie des CKQ, die Zertifizierungsurkunde. Prof. Dr. Michael J. Raschke, Direktor der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie des Universitätsklinikums Münster (UKM), und einer der Initiatoren des Netzwerks, betont: „Besonders in ländlichen Regionen sind Traumanetzwerke erforderlich, um die vorhandenen Ressourcen und die Kompetenzen optimal zu nutzen und gleichzeitig die flächendeckende Versorgung der Bevölkerung zu verbessern, und zwar unabhängig von Ländergrenzen. Denn was zählt, ist der schnelle Transport des Unfallopfers in eine Klinik, die den Patienten direkt versorgen kann.“
Ein sicheres 24-Stunden-Kommunikationsnetzwerk erleichtert im Traumanetzwerk NordWest die Zusammenarbeit der Kliniken und der Rettungsdienste sowie der Kliniken untereinander. Dahinter steht u.a. eine permanent aktualisierte Datenbank, in der alle für die schnelle Patientenversorgung nötigen Informationen hinterlegt sind.
Bildunterschrift:
Feierstunde anlässlich der Zertifizierung des Traumanetzwerkes Nordwest: Prof. Dr. Johannes Sturm, Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie, und Drs. Ben Hogt, Chefarzt Unfallchirurgie und Orthopädie des CKQ und Annette Künzel (diocert GmbH).