Unsere Qualitäten

 

Hier finden Sie unsere Qualitäten im Überblick.

 

 

 

 

„Akademisch ausgebildete Pfleger können etwas bewegen“


CKQ verabschiedet Examinierte des dualen Studienganges Bachelor in Pflege

Quakenbrück. Bereits zum dritten Mal seit dem Start der dualen Ausbildung am Christlichen Krankenhaus wurde jetzt der Examenskurs des Bachelor-Studiengangs Pflege verabschiedet. Nach der vierjährigen dualen Ausbildung überreichte Schulleiter Rüdiger Sievert den 15 erfolgreichen Absolventen sowohl das Bachelor-Examen als auch das staatliche Examen in der Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege und Altenpflege.

Sievert begrüßte Familien, aber auch die Vertreter unserer Kooperationspartner Klinikum Oldenburg Kranken- und Kinderpflege, Pius- Hospital Oldenburg sowie der Krankenhäuser Damme und Lohne. Für den Bachelor-Zweig des dualen Studienganges waren die Dozenten der Hochschule Osnabrück,  Studiengangkoordinatorin Marlies Böggemann und Studiengangbeauftragter Prof. Dr. Benjamin Kühme zur Examensfeier nach Quakenbrück gekommen. Sein Dank ging an den Prüfungsausschuss, die Kooperationspartner und Kollegen, aber auch an das Küchenteam, die Krankenhausseelsorgerinnen Anke Hiltermann- Behling und Gabi Kuhlmann und die Studenten für die Vorbereitung der Examensfeier.

„Akademisch ausgebildete Pfleger können etwas bewegen“, so Sievert. „In unseren eigenen vier Wänden ist das schon lange bekannt,  z.B. in Fachabteilungen wie Intensiv, Notfallaufnahme, Psychiatrie, Prozesssteuerung auf einer fast Track Abteilung sowie im Entlassungsmanagement und im Controlling und demnächst auch auf der gefäßchirurgischen- und der diabetologischen Abteilung. Ich bin sicher, dass sich durch Ihr Wissen die Qualität der Pflege verbessern wird“, betont Sievert.

„Es war ein Weg mit Höhen und Tiefen, der manchmal unbezwingbar schien, auf dem ihr das Ziel bestimmt gelegentlich aus den Augen verloren habt, aber es war auch ein Weg der Veränderung und das Wachstums, bei dem der Spaß nicht zu kurz kam.“, resümiert Matthias Brüggemann, Bürgermeister der Stadt Quakenbrück, aber auch Leiter des Zentralen Funktionsdienstes im CKQ und somit jemand, der die Ausbildungsjahre der Absolventen eng begleitet hat. Nicht zuletzt sei das Wissen und der Wortschatz der Absolventen gewachsen: Wer habe gedacht, dass die Studenten einmal über „Pflegeplanung“ Bescheid wüssten und Dinge wie „Prophylaxe“ und „Dokumentation“ aus dem täglichen Sprachgebrauch nicht mehr wegzudenken seien. „Wagt den Sprung ins kalte Wasser des Berufslebens. Ihr schafft das!“ und „Mehr von uns Pflegekräften ist besser für alle!“, so die abschließenden Worte Brüggemanns.

Vier Absolventen werden im CKQ am Patienten arbeiten und gleichzeitig zur Prozessoptimierung beitragen. Andere von ihnen verbinden die praktische Tätigkeit  mit einem weiteren Studium oder sind schon in anderen Studiengängen immatrikuliert.         

Die Absolventen: Verena Addicks, Hude, Talitha Bodemann, Nortrup, Friederike Eggert, Oldenburg, Eleonora Golubik, Bersenbrück, Jana Heidemann, Leer, Jennifer Isensee, Quakenbrück, Lukas Lahrmann, Vechta, Christina Lamping, Essen, Marieke Quatmann, Quakenbrück,  Julia Rosga, Quakenbrück, Marina Scharkov, Bersenbrück, Kathinka Stalling, Oldenburg, Alena Weisthoff, Lohne, Hendrik Wekenborg, Bramsche und Melina Widmer, Oldenburg

 


Bildunterschrift: Das duale Studium ist geschafft: Freude bei Absolventen und Dozenten

 

 


Viele Perspektiven für Bachelor-Absolventen

3 Fragen an…

…Till Puncak, Absolvent des dualen Studienganges Bachelor in Pflege. Till Puncak ist
Qualitätsmanagementbeauftragter/ Risk-Management im Christlichen Krankenhaus und absolviert derzeit das Masterstudium "M.A. Management im Gesundheitswesen" an der Hochschule Osnabrück.

 

Herr Puncak, Sie haben ein Deutschlandstipendium der Hochschule Osnabrück für herausragende Leistungen im Rahmen des Masterstudiums "M.A. Management im Gesundheitswesen" erhalten. Wer ist Ihr Förderer und gibt es neben der finanziellen auch eine ideelle Förderung?

Till Puncak: Meine Förderer sind die Stadtwerke Osnabrück AG, in Person Manfred Hülsmann als Vorstandsvorsitzender. Gemeinsame Treffen mit Herrn Hülsmann im Förderjahr sind geplant, diese sollen mir über das Studium hinaus weiterhelfen, indem ich z.B. Einblicke in das betriebliche Gesundheitsmanagement der Stadtwerke Osnabrück AG erhalte.

 
Welche Leistungen waren für die Erlangung des Stipendiums gefordert?

Neben der Qualifikation für das Stipendium über meine Studienleistungen und Noten engagiere ich mich ehrenamtlich in der Jugendarbeit in einem Sportverein.


Wie sehen Ihre weiteren beruflichen Pläne aus?

Ich wünsche mir für meine Zukunft im Anschluss an den Master erst einmal beruflich Fuß fassen zu können und meine Kenntnisse im Bereich des Risikomanagements zu vertiefen. Da ich aktuell im Masterstudium "M.A. Management im Gesundheitswesen" u.a. die Vertiefung Change Management belege, würde ich  meine Fähigkeiten in diesem Bereich gerne noch weiter gefördert und gefordert wissen.


Informationen zum Stipendium: https://www.hs-osnabrueck.de/de/deutschlandstipendium/

 

 


Examensjahrgang des Bachelor Studienganges Pflege 2016 verabschiedet

Absolventen starten mit sehr guten Chancen ins Berufsleben

Bereits zum zweiten Mal verabschiedete die Schule für Gesundheits- und Krankenpflege des Christlichen Krankenhauses jetzt einen Examensjahrgang des dualen Studienganges Bachelor in Pflege (Bachelor of Science in Pflege). Besondere Schwerpunkte der seit 2011 in Kooperation mit der Hochschule Osnabrück durchgeführten Ausbildung liegen in der eigenverantwortlichen Organisation und Durchführung komplexer Aufgaben wie der Steuerung pflegetherapeutischer Prozesse auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse für pflegebedürftige Menschen, der Information, Anleitung und Beratung von Patienten, Bewohnern und Angehörigen. Dazu kommen die Supervision von Assistenzkräften und die Mitarbeit an der kontinuierlichen, evidenzbasierten Weiterentwicklung pflegerischer Praxis. Die Absolventen arbeiten in der Pflege in allen Bereichen des Gesundheitswesens sowohl im stationären als auch im ambulanten Sektor.

Mit einem Gottesdienst in der Arche, der Zeugnisübergabe im Hörsaalgebäude und einer abendlichen Feier beendeten 16 Studentinnen und Studenten die vierjährige Ausbildungszeit. Schulleiter Rüdiger Sievert dankte den Praxisanleitern, dem Prüfungsausschuss, den Kooperationspartnern St. Elisabeth in Damme, St. Franziskus Hospital in Lohne, dem Pius- Hospital Oldenburg und allen Beteiligten des Klinikums Oldenburg. Neu  ins Boot eingestiegen sind die Schule für Pflegeberufe St. Franziskus aus Cloppenburg und Vechta. Sie zeichnen sich für den theoretischen Unterricht verantwortlich.  Ohne ihre Mitarbeit wäre der Studiengang so nicht durchzuführen.
Bei der Examensfeier gratulierte Sievert den Absolventen, die mit hervorragenden Ergebnissen abgeschlossen hatten, und machte eindrücklich deutlich, wie wichtig neue Ansätze in der Pflegeausbildung sind. Laut Informationen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie werde im Zuge des demografischen Wandels die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland von derzeit ca. 2,3 Millionen bis 2030 auf rund 3,4 Millionen steigen, erklärte Sievert. „Ohne grundlegende Weichenstellungen werden viele Stellen in der Pflege unbesetzt bleiben. Bereits jetzt konstatieren die Wohlfahrtsverbände und die Bundesagentur für Arbeit einen gravierenden Mangel an examinierten Pflegekräften und warnen vor einem akuten Pflegenotstand.“
Erfreulich sei, so Sievert, dass alle Absolventen konkrete berufliche Pläne hätten: „Zwei Absolventen treten eine Stelle im CKQ auf der Intensivstation und der Zentralen Notaufnahme an. Erstmals gehen Absolventen des Kurses in die ambulante Pflege mit dem zusätzlichen Auftrag der Prozesssteuerung. Andere starten an Kliniken in Münster oder Essen in ihr Berufsleben, wo sie an Traineeprogrammen für Bachelor Studenten teilnehmen oder Modellstationen besuchen, weitere Absolventen beginnen mit einem Pädagogik-Studium.“ Ab 2017 biete die Hochschule Osnabrück außerdem das neue Masterstudium „Versorgungsforschung und -gestaltung in den Gesundheitsberufen (M.Sc.)“ an.
Festzustellen sei, dass gerade die größeren Kliniken immer mehr Interesse an studierten Pflegekräften zeigten, betont Sievert. Ab 2017 biete die Hochschule Osnabrück außerdem das neue Masterstudium „Versorgungsforschung und -gestaltung in den Gesundheitsberufen (M.Sc.)“ an.

 

Absolventen des Studienganges: Lena Beckmann, Quakenbrück, Pia Berger, Lingen, Kristina Betke, Menslage, Benita Birse, Bersenbrück, Johanna Brinkmann, Bösel, Lena  Burdiek, Neuenkirchen- Vörden, Eylem Deger, Merzen, Timo Gottlieb, Damme, Lena Hagen, Bippen- Vechtel, Stefan Heidkamp, Lohne, Lisa Huesmann, Löningen, Wiebke Lankenau, Wardenburg, Lena Ronnebohm, Lohne, Johannes Sieve, Vechta, Nicola Tiesmeyer, Neuenkirchen- Vörden, Nadia Zagorski, Quakenbrück


Bildunterschrift:
Begehrte Fachkräfte: Die Absolventen des dualen Studiums Bachelor in Pflege mit ihren Dozenten.


Berufsinformation zum Anfassen

Rund 300 Schülerinnen und Schüler zu Gast  im CKQ-Schulzentrum

Im Schulzentrum des Christlichen Krankenhauses herrschte Hochbetrieb: Während in der Lehrküche der Diätfachschule mit Feuereifer gekocht wurde, gab es im Nachbarraum Vorträge über gesunde Ernährung. In der Krankenpflege-Schule konnten die Schülergruppen der Schulen aus der ganzen Umgebung u. a. an Händedesinfektionsmaßnahmen teilnehmen und etwas zur Vitalzeichenkontrolle erfahren. Andrang herrschte auch im großen Hörsaalgebäude. Hier waren die Schülerinnen und Schüler aufgefordert, mit Hilfe eines Alterssimulationsanzuges die Bewegungseinschränkungen alter Menschen nachzuempfinden. Die Rettungswache des DRKs demonstrierte Wiederbelebungsmaßnahmen. Wer sich für den Beruf des Rettungssanitäters interessierte, erhielt Informationen am vor dem Gebäude platzierten Rettungswagen.
Mit großer Fachkenntnis und sichtlicher Begeisterung für die von ihr gewählte Berufsausbildung führte Podologie-Schülerin Ines Berends eine Gruppe Neuntklässler aus Lastrup in die Arbeit der Podologen ein. Materialien und Instrumente wurden herumgereicht und die Gäste ermuntert, Fragen zu stellen. „Ich glaube, einige Schüler würden schon gerne mehr erfahren, trauen sich aber nicht, vor einer großen Gruppe Fragen zu stellen“, vermutete Ines Berends. Doch vielleicht habe der eine oder andere ja Interesse bekommen, und melde sich später für ein Praktikum in der Podologie. In der Physiotherapieschule hatten Fachschüler und Dozenten verschiedene Stationen aufgebaut, an denen die Gäste verschiedene Angebote wie das Rollatortraining oder die Gang-Analyse selbst erproben konnten. In der lockeren Atmosphäre bestand für die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich auszutauschen und erste Informationen zu den jeweiligen Berufsfeldern einzuholen. Überall sorgten Lotsen dafür, dass sich die Gruppen in den Gebäuden zurechtfanden.
Der „Day for future“ wurde auch im dritten Jahr in Folge erfolgreich angenommen, so das Resumé des Schulzentrums. Die Schülerinnen und Schüler erhielten erste Einblicke in die vielseitigen Berufsfelder des Gesundheitswesens und einige von Ihnen werden sich sicher demnächst um einen Ausbildungsplatz im Schulzentrum bewerben, so die Hoffnung der Organisatoren.
Wer den Infotag verpasst hat, kann auf der Homepage www.ckq-gmbh.de viele Informationen nachlesen.

 

 

Bedarf an akademisch ausgebildeten Pflegekräften steigt

CKQ verabschiedet Absolventen des Dualen Studienganges Bachelor in Pflege

Mit einer Abschlussfeier in der Hochschule Osnabrück endete die Ausbildungszeit für den ersten Jahrgang  des dualen Ausbildungsangebotes Bachelor of Science in Pflege. Die Absolventen konnten ihr Bachelor-Examen und das staatliche Examen in der Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege und Altenpflege in Empfang nehmen. Von den 15 Absolventen, die seit 2011 die verbundleitende Schule für Gesundheits- und Krankenpflege in Quakenbrück besucht hatten, haben inzwischen drei im Christlichen Krankenhaus ihr Berufsleben begonnen. Zwei Bachelor-Absolventen traten die speziell auf ihre Qualifikation hin geschaffene Stelle „Assistent des Pflegemanagements“ an. Diese Position umfasst auch Aufgaben im operativen Bereich, so u. a. die Steuerung pflegetherapeutischer Prozesse, und ist entsprechend höher vergütet. Eine weitere Bachelor-Absolventin begann ihre berufliche Tätigkeit ebenfalls im CKQ, sie ist als Gesundheits- und Krankenpflegerin in der Psychiatrie tätig.


Absolventen arbeiten in der Pflege in allen Bereichen des Gesundheitswesens sowohl im stationären als auch im ambulanten Sektor. Besondere Schwerpunkte liegen in der eigenverantwortlichen Organisation und Durchführung komplexer Aufgaben wie der Steuerung pflegetherapeutischer Prozesse auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse für pflegebedürftige Menschen, der Information, Anleitung und Beratung von Patienten, Bewohnern, Angehörigen, aber auch die Supervision von Assistenzkräften und die Mitarbeit bei der kontinuierlichen, evidenzbasierten Weiterentwicklung pflegerischer Praxis.


 „Der Bedarf nach akademisch ausgebildeten Pflegekräften, die in der direkten Patientenversorgung tätig sind und professionell pflegen, wird vor allem aufgrund des demografischen Wandels weiter steigen“ erläutert CKQ-Geschäftsführer Heinrich Titzmann. „Zukünftig sollen daher weitere Stellenprofile für Bachelor-Absolventen im CKQ geschaffen werden.“ Von allen Beteiligten sei gute Pionierarbeit geleistet worden, resümiert Titzmann auf der Abschlussfeier der Hochschule. Jetzt seien alle potenziellen Arbeitgeber aufgefordert, weitere adäquate Stellen für die Absolventen zu entwickeln.


„Ich bin der Meinung, dass sich die integrativ ausgerichtete Konzeption des Studienganges bewährt hat“, betont Schulleiter Rüdiger Sievert. „Sie schuf eine enge Verzahnung zwischen Hochschule, Fachschule und Praxis.“ Im Christlichen Krankenhaus hätten die Studierenden schon während des Studiums ihr Fachwissen und methodisches Geschick bewiesen, so z. B. bei der Ausrichtung des Hygienetages und bei der Implementierung des Expertenstandards „Schmerzmanagement in der Pflege“. Sein Dank ging an das Dozententeam, aber vor allem auch an die Kooperationspartner St. Elisabeth-Krankenhaus in Damme, St. Franziskus-Hospital Lohne, des Pius-Hospitals und des Klinikums in Oldenburg.

Die Absolventen:

Evelyn Bekermann, Nortrup, Rena de Buhr, Bremen, Jana Enneking, Lastrup, Carla Fehren, Lingen, Natascha Himmelspach, Quakenbrück, Alexander von Höven, Bevern, Jaqueline Lang, Visbek, Eike Lindlage, Bippen, Marita Niebur-Ossenbeck, Damme, Till Puncak, Quakenbrück, Ann-Caroline Schlüter, Quakenbrück, Sophie-Therese Schlüter, Quakenbrück, Laura Thiewes, Westoverledingen, Mona Voigt, Edewecht, Janna Webermann, Brinkum.


Duales Studium erweitert Angebot der Schule für Pflegeberufe St. Franziskus

Pressemitteilung St. Marien Hospital Vechta (2.4.2015)

Die Schule für Pflegeberufe St. Franziskus und die Gesundheits- und Krankenpflegeschule des Christlichen Krankenhauses Quakenbrück gehen bei der akademischen Ausbildung in der Pflege künftig einen gemeinsamen Weg. Ab dem kommenden Semester bieten die Schulen, zusammen mit der Hochschule Osnabrück, den Dualen Studiengang „Bachelor of Science in der Pflege“ im Rahmen einer Kooperation an.


Die Verbindung von dreijähriger Ausbildung und vierjährigem Studium kommt dem steigenden Bedarf an akademisch ausgebildeten Pflegekräften in der direkten Patientenversorgung entgegen und steigert die Attraktivität einer Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege. Durch die akademische Zusatzqualifikation erhält der verantwortungsvolle Pflegeberuf in den Krankenhäusern neue Führungs- und Betätigungsperspektiven.


Der Studiengang „Bachelor of Science“ im Bereich der Pflege wird von der Hochschule Osnabrück seit vier Jahren angeboten und endet im aktuellen Semester für rund zwanzig Studierende mit der Examensprüfung. Während die Gesundheits- und Krankenpflegeschule Quakenbrück bereits seit einigen Jahren mit der Hochschule Osnabrück kooperiert, bieten die Einrichtungen der Schwester Euthymia Stiftung den dualen Studiengang erstmalig an.

 

Dr. Jochen Berentzen und Rüdiger Sievert


Dr. Jochen Berentzen, Leiter der Schule für Pflegeberufe St. Franziskus, beschreibt die Vorteile: „Der duale Studiengang ist eine Weiterentwicklung des Pflegeberufes und ermöglicht unseren Auszubildenden mit den entsprechenden Zugangsvoraussetzungen eine akademische Primärqualifikation. Der Wechsel von Studien- und Praxisphasen schafft darüber hinaus die Voraussetzungen für eine optimale Vernetzung von Theorie und Praxis“. Die Zusammenarbeit der Schulen zeigt sich auch im standortübergreifenden Einsatz von Lehrkräften. So unterstützt das Kollegium der Schule für Pflegeberufe St. Franziskus künftig den Fachschulunterricht in Quakenbrück.


Rüdiger Sievert, Leiter der Gesundheits- und Krankenpflegeschule Quakenbrück, sieht in der Zusammenarbeit einen Gewinn für die gesamte Region: „Von dem gemeinsamen Angebot profitieren die angehenden Pflegekräfte an allen Standorten, unabhängig vom Träger der Krankenhäuser. Durch gleich zwei qualifizierte Abschlüsse haben unsere Absolventen beste Chancen auf dem Arbeitsmarkt.“


Beide Schulleiter legen Wert auf die Feststellung, dass es sich bei dem dualen Ausbildungsangebot nicht um die Qualifizierung von künftigen Pflegemanagern handelt, sondern die praktische Pflegetätigkeit an Substanz gewinnt. Methodik, Beratung und die Anwendung von pflegewissenschaftlichen Erkenntnissen kommen nach Ansicht der beiden Pädagogen direkt dem Patienten zugute.
Die nächste Möglichkeit zum Einstieg in den dualen Studiengang ist das kommende Wintersemester. Neben der gesundheitlichen Eignung werden das Abitur oder eine Hochschulzugangsberechtigung vorausgesetzt sowie ein Praktikum in der Pflege empfohlen.

 

 

Praxis und Wissenschaft vereint

Der duale Studiengang Bachelor of Science in Pflege

Dass Pia Berger später einen Beruf im Gesundheitswesen ergreifen wollte, wusste die 22-jährige Studentin schon während ihrer Schulzeit. Und so legte sie ihre Abiturprüfung in Lingen mit dem Schwerpunkt Pflege ab. Nach einer Informationsveranstaltung in Lingen stand fest, dass sie sich für den dualen Studiengang Bachelor of Science in Pflege bewerben würde. „Die klassische Ausbildung der Gesundheits- und Krankenpflege fand ich zwar auch interessant, aber ich wollte gerne noch tiefer in die wissenschaftliche Seite einsteigen. Und bei einem reinen Studium hätte mir die Praxis gefehlt“, so Pia Berger.
Nachdem sie in Quakenbrück an der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege die Zusage erhalten hatte, begann Pia Berger 2012 mit dem dualen Studium. Seit 2011 wird das vierjährige duale Studium von der Gesundheits- und Krankenpflegeschule des Christlichen Krankenhauses in Kooperation mit der Hochschule Osnabrück angeboten. Die Studenten erhalten nach vier Jahren sowohl den Bachelor-Abschluss als auch den Berufsabschluss in der Gesundheits- und Krankenpflege, der Alten- oder Kinderkrankenpflege. Dabei erfolgt die theoretische Ausbildung in wöchentlichen Blöcken an der Hochschule Osnabrück und der verbundleitenden Gesundheits- und Krankenpflegeschule in Quakenbrück. Die praktische Ausbildung erhalten die Studenten im CKQ und weiteren Kliniken. Das Besondere des dualen Ausbildungsgangs ist die Verzahnung der drei Ausbildungssäulen Hochschule, Fachschule und Praxis.
Pia Berger schätzt am dualen Studium die große Vielseitigkeit und den Wechsel zwischen Theorie und Praxis. „Vieles, was man in der Krankenpflegeschule und an der Hochschule lernt, kann man direkt in die Praxis umsetzen. Wir arbeiten zum Beispiel auch im Krankenhaus Damme in der Gynäkologie und der Neugeborenstation, in der Ambulanten Pflege oder in der Psychiatrie. Mir persönlich gefällt die Arbeit in der Notaufnahme sehr gut. Dort wird die Arbeit nie zur Routine.“ Im sechsten Semester habe man zum Beispiel die Möglichkeit, ins Ausland zu gehen, berichtet Pia Berger. Sie selbst absolviert gerade ein Praktikum in der Klinik in Haselünne im Suchtbereich.
Den wissenschaftlichen Teil der Ausbildung erhalten die Studenten an der Hochschule Osnabrück. „So ergeben sich auch viele Kontakte zu Studenten, die das duale Studium in Osnabrück absolvieren.“
Hat man den neben der Bewältigung des umfangreichen Lernpensums und der Ausbildung im Krankenhaus auch noch ein Privatleben? „So schlimm ist das alles gar nicht“, lächelt die Studentin, die sich mit zwei anderen Auszubildenden des Schulzentrums in Quakenbrück eine Wohnung teilt. „Natürlich gibt es Phasen, in denen man viel lernen muss, aber es bleibt auch Zeit für Hobbys. In unserer Freizeit sind wir viel im Fitnessstudio oder laufen bei schönem Wetter Inliner.“
Und was kommt nach dem Abschluss im nächsten Jahr? „Ich möchte zunächst einmal in einer Klinik möglichst viel Praxiserfahrung sammeln“, so die Studentin. „Und dann könnte ich mir vorstellen, später vielleicht im Bereich Pädagogik zu arbeiten. Doch zunächst stehen im kommenden Jahr die Bachelor- und Examensprüfungen an.
Auf die Frage, wem sie das duale Studium im Pflegebereich empfehlen würde, erklärt sie: „Wenn einem die Arbeit im Team und der enge Kontakt mit Menschen gefällt, ist die Krankenpflege ein sehr guter Beruf, Voraussetzung ist allerdings auch, dass man zur Schichtarbeit bereit ist.  Sie habe sich daran gewöhnt“, erklärt die Studentin. „Auch wer sich für das Studium interessiert, aber noch keine Erfahrung in der Krankenpflege hat, sollte unbedingt vorab ein Praktikum im Krankenhaus absolvieren“, empfiehlt Pia Berger. Nur so könne man einschätzen, ob einem dieses Berufsfeld wirklich Spaß mache.

 

Bildunterschrift
Pia Berger beim Blutdruckmessen: Auch Schulleiter Rüdiger Sievert stellt sich gerne einmal als „Patient“ zur Verfügung.