Christliches Krankenhaus
Quakenbrück
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Foto-Ausstellung "Die Schrebergärten der Neustadt"

Fotographien auf Leinwand von Christina Richter und Detlef Bülow

 

vor unserer Krankenhauskapelle Arche

 

 

Vermutlich gibt es niemanden, der noch nicht von Schrebergärten gehört oder gar noch nie einen gesehen hat. Kleine Häuschen, Gartenzwerge, Tomatenbeete, akkurate Rasenflächen und eine nette Gemeinschaft – das verbindet man allgemein mit typisch deutschen Kleingärten. Wir haben die Gartenanlagen der Neustadt in diesem Sommer besucht und wurden von den Menschen, die dort ihre Parzellen haben, mit offen Armen empfangen. Aber, wollten Sie nicht auch schon immer einmal wissen, wie es zu dem Begriff «Schrebergarten» gekommen ist? Ich will es Ihnen erzählen:

Die wohl allen geläufigen Schrebergärten sind nicht auf die Initiative Schrebers zurückzuführen: Der erste „Schreberverein“ ist erst ein paar Jahre nach Schrebers Tod im Jahre 1864 von dem damaligen Leipziger Schuldirektor Ernst Innozenz Hauschild gegründet und Schreber zu Ehren so benannt worden.

Im 19. Jahrhundert nutzten Eltern ihre Schrebergärten zuerst als Spielplätze für ihre Kinder. Später dienten sie armen Familien dazu, Obst und Gemüse anzubauen, aber bis heute wird mit dem Namen „Schreber“ der Kleingarten am Rande der Stadt in Verbindung gebracht. Seit jener Zeit gehört der Schrebergarten ebenso zu unserem ganz normalen Sprachgebrauch wie Disneyland, Eiffelturm oder das Fürst-Pückler-Eis und der Schrebergarten gilt als typisch deutsch.

Auch meine Eltern hatten in dieser Gartenkolonie in den 60er Jahren eine kleine Parzelle, in der meine Schwester und ich einen Platz zum Spielen hatten und in der wir Gemüse zum eigenen Verbrauch anpflanzten. Aber als meine Frau und ich vor drei Jahren diese Kleingartensiedlung besichtigten, waren wir geschockt. Viele Parzellen waren ungepflegt und sahen eher wie ein Schrottplatz aus. Doch dieser Anblick ist jetzt Geschichte. Gut, es gibt noch wenige Pächter, die bislang nicht begriffen haben, dass so ein ungepflegter Garten keiner Nutzung des Schrebergartens entspricht. Ich bin allerdings guter Dinge, dass diese Ausnahmen auch bald der Vergangenheit angehören.

Es hat sich in den letzten Jahren also viel verändert, denn heute sind diese Schrebergärten ein Rückzugsort für gestresste Stadtbewohner. Viele Kleingärtnerfamilien flüchten sich an Wochenenden und Ferien in die grüne Idylle und suchen dort einen Ausgleich zum stressigen Alltag, aber Obst und Gemüse wird noch immer angebaut. Nur sind die Menschen, die hier ihre Gärten bewirtschaften nicht „typisch deutsch!“ Wir haben bei unserem Besuch der Gartenanlagen viele verschiedene Nationalitäten angetroffen, aber nicht einen „typisch Deutschen.“ Inzwischen nehmen hier Bulgaren, Polen, Russen, Griechen, Rumänen und Türken die Gießkanne und Harke in die Hand. Viele von ihnen haben mit Datschas und Grabeland vergleichbare Traditionen. Wir wurden von den Menschen, die wir angetroffen haben jedenfalls in ihren Parzellen freundlich empfangen und sogar beschenkt.

Auf einem Grundstück mäht ein Mann den Rasen, während Kinder weiter hinten mit der Mutter auf einer Schaukel spielen. Ein paar Gärten weiter gießt ein Mädchen Bohnen, Zwiebeln, Zucchini, Tomaten und Petersilie. Ein Vater rüstet mit seinem Sohn das neue Gartenhaus mit Dachrinnen aus und eine Mutter pflegt ein Blumenbeet. Jeder hat etwas zu tun. Hier ist Leben! In den Schrebergärten treffen sich ALLE, von jung bis alt, und nicht nur Menschen aus der Neustadt, die Kleingärtensiedlung ist eine begehrte Einrichtung geworden.

Mit Stolz werden uns die Gärten gezeigt und deren Erzeugnisse präsentiert. Aber das, was diesen Ort in der Neustadt leben lässt, das ist die Vielfalt seiner Pächter. Hier kann jeder immer und überall Anschluss finden. Die Kleingärtner gestalten ihre Parzellen mit Blumen, schmücken ihre Gartenlauben, versorgen sich gerne selbst mit Obst und Gemüse und arbeiten mit Freude in ihren Anlagen. Über den Gartenzaun hinweg werden Setzlinge, Samen und Tipps zur Schädlingsbekämpfung für einen besseren Ernteertrag ausgetauscht. Die Kinder spielen miteinander und es scheint, als sehe man hier ein schönes Beispiel für gelungene Integration. Sie alle wollen in der Natur sein und Gartenarbeit machen. Für viele ist auch der Selbstversorgungsaspekt entscheidend. Sie können selbst Obst und Gemüse anbauen, aber genauso wichtig sind natürlich auch die Kontakte zu anderen. Diese Kleingärten bieten unzählige Möglichkeiten zum kulturellen Austausch. Da kann die Integration wirklich am Gartenzaun stattfinden.

Ich denke, dass der Schrebergarten heute längst nicht mehr so spießig ist, wie man sich das vorstellt. Gut, hier und da gehört der Gartenzwerg auch noch zum typischen Bild. Aber insgesamt ist der deutsche Schrebergarten inzwischen längst so vielfältig und „bunt“ wie der Rest der Gesellschaft. Er ist eine gern genutzte Möglichkeit, sich im hektischen Alltagsleben ein wenig Erholung zu sichern und durch die Corona-Pandemie sind diese Rückzugsorte noch wichtiger für die Familien geworden. Glücklich ist, wer insbesondere in diesen Tagen über ein eigenes kleines, grünes Reich verfügt, wenn er Zuhause nur seine „vier Wände“ hat.

 

 

 

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(Stand: 17.06.2021)

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im Christlichen Krankenhaus Quakenbrück gilt ab sofort eine neue Besucherregelung. Besuche sind grundsätzlich wieder möglich. In der Zeit von 15:00 Uhr bis 18:30 Uhr (letzter Einlass) dürfen Patientinnen und Patienten täglich Besuch von maximal 2 Personen, aber nicht zeitgleich, für eine halbe Stunde erhalten.

Pro Zimmer sind insgesamt zwei Besucher (von verschiedenen Patienten) zur gleichen Zeit erlaubt. Die Hygieneregeln wie beispielsweise Mund-Nasen-Schutz-Pflicht und Abstandsregeln gelten auch während des Besuchs im Patientenzimmer.

Die Ausnahmen der Besuchszeiten, u.a. bei Palliativpatienten und Intensivpatienten, gelten weiterhin.

Zudem müssen Besucher einen negativen Antigentest vorweisen und eine aktuelle Bescheinigung (nicht älter als 24 h) über ein negatives Testergebnis zum Besuch mitbringen. Ein Antigenschnelltest vor Besuch wird nicht durch unsere MitarbeiterInnen in dem Bereich durchgeführt. Geimpfte und Genesene sind von der Testpflicht für einen Patientenbesuch befreit.

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Analog zur Verordnung des Landes Niedersachsen gilt in unserem Krankenhaus ab sofort eine „Maskenpflicht“.

Das heißt, dass Sie als ambulante*r Patient*in und Besucher*in einen Mund-Nasen-Schutz (MNS) tragen müssen, wenn Sie das Gebäude betreten. Dabei benutzen Sie bitte einen industriell gefertigten MNS.

Wenn Sie üblicherweise einen selbst genähten MNS benutzen, wenden Sie sich bitte an die Mitarbeiter in unserer Zentrale, Diese stellen Ihnen einen entsprechenden o. g. Schutz zur Verfügung.