Christliches Krankenhaus
Quakenbrück
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Diagnose Schaufensterkrankheit: Unvorstellbare Schmerzen beim Gehen

Nach CERAB-OP in Quakenbrücker Gefäßchirurgie ist Patientin Beate Schenkel wieder völlig beschwerdefrei

„Ein kochender Schmerz breitete sich in meinem Becken und den Oberschenkeln aus“, erinnert sich die 56-jährige Beate Schenkel aus Lathen an die Zeit vor rund einem halben Jahr, als sie vor lauter Schmerzen nur noch kurze Strecken laufen konnte und auch viele alltägliche Arbeiten wie Rasenmähen oder Einkaufen nicht mehr ohne Pausen bewältigen konnte.

Schließlich wurden die Schmerzen innerhalb von 1-2 Monaten nahezu unerträglich und Beate Schenkel und ihre Familie waren ratlos. „Auch beim Fahrradfahren hatte ich große Schmerzen. Schließlich kaufte ich mir ein E-Bike, doch große Linderung brachte das auf Dauer nicht“ erinnert sich Beate Schenkel. Als auch mehrere Arztbesuche keine Diagnose erbrachten, folgte sie dem Tipp einer Bekannten, sich doch einmal in der Gefäßchirurgie des Christlichen Krankenhauses in Quakenbrück vorzustellen.

Nach einem ausführlichen Gespräch, gefolgt von einer CT-Untersuchung, stand für Dr. Roger Skaf, Chefarzt der Gefäßchirurgie des CKQ, schnell fest, dass seine Patientin unter einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) litt. Im Volksmund spricht man von Schaufensterkrankheit, da die starken Schmerzen die Betroffenen dazu zwingen, beim Gehen immer wieder zu pausieren.

 

„Bei der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit handelt es sich um eine ernst zu nehmende Durchblutungsstörung der Beine, die meist bedingt ist durch eine Arteriosklerose“, erklärt Dr. Skaf. Die Arteriosklerose bezeichnet eine degenerative Veränderung der Gefäßwände von Arterien durch die Ablagerung von Plaques aus Blutbestandteilen wie Kalk, Fett und/oder Bindegewebe, was zu einer Verengung der Arterien führt. Und diese Diagnose stellte der Facharzt auch aufgrund der CT-Untersuchung bei Beate Schenkel. „Bei Frau Schenkel waren die Beckenarterien und damit die zentralen Verteiler für den Blutdurchfluss stark betroffen. Und die starken Schmerzen hatte die Patientin, weil den Muskeln durch die mangelhafte Blutversorgung der Sauerstoff fehlte.“

Dr. Skaf entschloss sich, bei der Patientin statt herkömmlicher Stents eine innovative OP-Methode anzuwenden, um eine dauerhafte Besserung der Beschwerden zu garantieren: Beim minimalinvasiven CERAB-Verfahren handelt es sich um eine schonende, kathetergestützte Operationstechnik. CERAB steht für „Covered Endovascular Reconstruction of Aortic Bifurcation“ (= „abgedeckte endovaskuläre Rekonstruktion der Aortengabelung“). Der CERAB-Stent ahmt die Physiologie und Anatomie der Aortenbifurkation nach. Die CERAB-Technik hat den Vorteil, dass sie die anatomischen und physiologischen Nachteile von herkömmlichen Stents überwindet und so Blutstauungen und Thrombusbildungen verhindert.

„Wir mussten nur zwei kleine Schnitte im Leistenbereich ausführen, um den CERAB-Stent einzusetzen“ so Skaf. Die OP sei nach rund einer Stunde abgeschlossen gewesen. „Vorteil gegenüber einer konventionellen Operation ist, dass die Patienten wesentlich schneller wieder fit sind“, erläutert der Facharzt. So konnte Frau Schenkel bereits zwei Tage nach der Operation wieder aus der Klinik entlassen werden.

„Als ich nach der OP das erste Mal wieder aufstand, war es ein Unterschied wie Tag und Nacht“, erinnert sich Beate Schenkel, die seitdem ohne Beschwerden ist und nach der OP in kürzester Zeit wieder auf den Beinen war. Sie selbst weiß als Raucherin auch, dass sie nicht ganz unschuldig an der Erkrankung ist. Jetzt ist die Mutter von zwei Kindern und Großmutter von sechs Enkeln überglücklich, dass sie wieder aktiv ihr Leben genießen kann.

„Bewegung ist Leben“, betont der Gefäßchirurg auf die Frage nach vorbeugenden Maßnahmen. Ein konsequentes Gehtraining könne häufig schon eine Verbesserung der Lebensqualität erreichen. Denn Risikofaktoren sind mangelnde Bewegung, das Rauchen, Bluthochdruck, aber auch ungesunde Ernährung. Während man diese Risiken selbst minimieren kann, kommen Faktoren wie Diabetes, erbliche Veranlagung oder das Alter hinzu, die sich nicht beeinflussen lassen.

 

Damit die Schaufensterkrankheit aber auch korrekt diagnostiziert wird, erfordert es viel Einfühlungsvermögen und Erfahrung: „Der Patient sagt immer die Wahrheit“, betont Skaf, der das intensive Gespräch mit seinen Patientinnen und Patienten für äußerst wichtig hält. „Denn oft verursachen Rückenleiden und Durchblutungserkrankungen wie die Schaufensterkrankheit ähnliche Beschwerden. Daher muss man genau hinhören, wenn die Patienten ihre gesundheitlichen Probleme und Schmerzen beschreiben.“

 

Bildunterschrift:

Eine Ultraschalluntersuchung mehrere Monate nach der OP zeigt gut durchflossene Stents in der distalen Aorta und den Beckenarterien von Frau Schenkel.

 

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