Christliches Krankenhaus
Quakenbrück
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Qualifizierung zu Alltagshelfern schafft neue Perspektiven

Heilpädagogische Hilfe kooperiert mit dem CKQ-Schulzentrum

Die Weiterbildung zum Alltagshelfer qualifiziert seit einigen Jahren Klienten der Heilpädagogischen Hilfe Bersenbrück im Bereich der Versorgung und Betreuung von Menschen mit Unterstützungsbedarf. Jetzt hat die Weiterbildung erstmals auch in Kooperation mit dem Schulzentrum des Christlichen Krankenhauses stattgefunden.
Eine der typischen Übungssituationen spielt sich in einem Raum in der Pflegeschule des Christlichen Krankenhauses ab: Hier sitzt eine der Teilnehmerinnen in einem Sessel und simuliert eingeschränkte Mobilität. Nun soll sie mit Unterstützung der angehenden Alltagshelfer aufstehen. Unter Anleitung von Diplom-Pflegepädagogin Anja Lesch trainieren die Klientinnen und Klienten der Heilpädagogischen Hilfe Bersenbrück – alles junge Erwachsene mit verschiedenen geistigen und psychischem Beeinträchtigungen – die korrekten Handgriffe: „Welche Hilfestellungen müssen wir geben, um der betreuten Person das Aufstehen so schonend und einfach wie möglich zu machen? Was sind vermeidbare Fehler im Umgang mit körperlich eingeschränkten Menschen?“ Abwechselnd wird nun geübt. Die jungen Leute sind hochkonzentriert und mit viel Spaß bei der Sache.
Auch das Thema „Demenz“ kommt zur Sprache: „Warum nutzen wir für Patienten mit Demenz einen roten Becher?“ so die Frage von Anja Lesch mit Blick auf das rote Trinkgefäß, das auf dem kleinen Beistelltisch steht. „Die Farbe Rot können die Patienten noch sehr gut erkennen und wissen, dass sie aus dem Becher trinken sollen“, kommt es wie aus der Pistole geschossen. Der Austausch ist rege, fast alle kennen aus dem Verwandten- und Bekanntenkreis Menschen, die Unterstützung bei alltäglichen Verrichtungen benötigen.
All das ist Teil der Weiterbildung zu Alltagshelfern, zu denen sich die Gruppe ausbilden lässt. Ein Jahr dauert die Schulung, die dazu qualifiziert, Menschen mit Unterstützungsbedarf in Seniorenheimen, in privaten Haushalten, in Kindergärten und anderen Einrichtungen zu helfen, den Alltag besser zu bewältigen. „Seit 2015 bieten wir die Weiterbildung an“, berichtet Integrationsbegleiter Berthold Kleine-Kuhlmann, der das Projekt gemeinsam mit Kollegen betreut. „In diesem Jahr arbeiten wir nun zum ersten Mal mit den Schulen des CKQ in den Bereichen Pflege, Diätassistenz, Physiotherapie und Podologie zusammen – ein Gewinn für alle.“
Und während die jungen Frauen und Männer sich das praktische Know-how in vielen Übungen – so auch am Krankenbett oder in der Lehrküche – aneignen, gibt es zusätzlich kleine theoretische Unterrichtseinheiten und Infomaterial, so dass sich im Laufe der Ausbildung ein nützlicher Ordner mit gesammeltem Wissen füllt, in dem immer wieder einmal nachgeschaut werden kann.
„Üblicherweise arbeiten viele Menschen mit Behinderungen in unseren Werkstätten, doch wir möchten ihnen weitere Berufsfelder u. a. im sozialen Bereich erschließen“, erklärt Kleine-Kuhlmann. Am Ende der Ausbildung steht sogar eine kleine Prüfung an, bei der die Teilnehmer ein Referat zu einem relevanten Thema halten.
Nach dem Abschluss wird der Fachbereich TALENTE dann versuchen, passende Arbeitsplätze für die Teilnehmer zu finden. „Die Alltagshelfer sollen beispielsweise hauptamtliche Pflegekräfte bei einfachen Tätigkeiten unterstützen“, so Kleine-Kuhlmann, der seit vielen Jahrzehnten in der Heilpädagogischen Hilfe tätig ist. Einige der Klienten setze man auch für die Unterstützung von Menschen mit schweren Behinderungen in der Heilpädagogischen Hilfe selbst ein. Ganz einfach sei es nicht, passende Arbeitsplätze zu finden, denn die Klienten benötigten Betreuung in Form eines Paten im jeweiligen Betrieb. Doch er ist zuversichtlich, denn wenn erst einmal ein geeigneter Arbeitsplatz gefunden wurde, sei es für beide Seiten eine Bereicherung, so seine Erfahrung aus den bisherigen Vermittlungen. Von Vorteil sei es, wenn die Klienten einen Arbeitsplatz an ihrem Wohnort fänden, denn auch der Weg zur Arbeit muss bewältigt werden und da gibt es gerade in ländlichen Regionen oft Probleme.
„Es hat viel Spaß gemacht, mit der Gruppe der Heilpädagogischen Hilfe zu arbeiten. Für uns alle war es ein spannendes Projekt, bei dem wir viel voneinander gelernt haben“, so das Resumé von Anja Lesch und ihrer Kollegin Dorothee Renze-Wiemers, die sicher sind, dass die Weiterbildung auch zukünftig in den Schulen des CKQ stattfinden wird.

Bildunterschrift:
Richtiges Aufstehen will gelernt sein: Dozentin Anja Lesch trainiert mit den angehenden Alltagshelferinnen bis alle Handgriffe sitzen

 

 

 

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