Seit kurzem bietet die Konservative Intensivmedizin eine 24-Stunden-Bereitsschaft für die extrakorporale Kreislauf- und Lungenunterstützung (ECLS = extracorporeal life support, bzw. ECMO = extrakorporale Membranoxygenierung) an. Bei diesem Unterstützungssystem übernimmt eine Maschine teilweise oder vollständig die Atem- und/oder Herzfunktionsleistungen für den Patienten außerhalb seines Körpers.
Das mobile ECMO-Team unter Leitung von Chefärztin Prof. Dr. Pia Lebiedz behandelt Patientinnen und Patienten, die eine spezialisierte Weiterbehandlung im Rahmen der Akut- und Intensivtherapie benötigen. Die ECMO kommt beispielsweise bei Lungenarterienembolie, Myokardinfarkt oder Myokarditis aber auch beim schweren Lungenversagen zum Einsatz.
Beim Einsatz der ECMO werden Kanülen in zwei große Blutgefäße eingebracht. Das ECMO-System pumpt Blut kontinuierlich durch einen Membran-Oxygenator, der den Gasaustausch in der Lunge ersetzt. Er entfernt Kohlendioxid aus dem Blut und reichert es mit Sauerstoff an. Das aufbereitete Blut wird dann zum Patienten zurückgeführt.
„Wir freuen uns sehr, dass wir ab sofort eine 24-Stunden-Bereitschaft für die ECMO anbieten können“, so Prof. Dr. Pia Lebiedz, Chefärztin der Konservativen Intensivmedizin im CKQ, die gemeinsam mit ihrem interdisziplinären Team die ECMO durchführt. „Damit haben auch die Patientinnen und Patienten in dieser ländlich geprägten Region die Sicherheit, im Notfall optimal versorgt zu werden. Das ECMO-System ist für den mobilen Einsatz geeignet, sodass das Team auf Anfrage Patienten in den umliegenden Kliniken zeitnah versorgen kann."





