Christliches Krankenhaus
Quakenbrück
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Aktuelles aus der Gefäßchirurgie

Innovative Methode löst konventionelle Ballonkatheter-Therapie ab

Laser-Atherektomie kommt ausschließlich in ausgewählten Gefäßzentren zum Einsatz

Während der Ballonkatheter zur Aufweitung von Gefäßeinengungen in vielen Kliniken noch die übliche Therapie zur Behandlung erkrankter Gefäße ist, geht das Christliche Krankenhaus neue Wege. Seit einem halben Jahr setzen die Gefäßchirurgen die Laser-Atherektomie ein. Bei diesem minimalinvasiven Verfahren werden Gefäßablagerungen, die sich im Laufe der Zeit in den Gefäßen bilden und dieses verstopfen, mit Hilfe der Lasertechnik beseitigt. Bei dieser Methode wird der Laserkatheter durch einen kleinen Schnitt in der Leiste ein- und dann weiter durch die Arterie geführt. Dabei gibt er Impulse von ultravioletter Lichtenergie ab, die die Gefäßablagerungen verdampfen: Der Blutfluss wird wieder hergestellt.

Wir sind eines der wenigen Gefäßzentren in Deutschland, das diese Methode anwendet, die darüber hinaus auch die sog. Rotationsthrombektomie/Atherektomie durchführen, bei der die Gefäßverschlüsse mittels einer Fräse geöffnet und die abgelösten Partikel durch einen Katheter abgesaugt werden.
Inzwischen kommen Ärzte aus vielen anderen Kliniken ins CKQ, um die Methode zu lernenr. Vor allem ältere Patienten und die Patienten des Diabetes-Zentrums profitieren von der neuen Laser-Methode, können doch Gefäßschäden äußerst schonend und effektiv therapiert werden.

 


CKQ Vorreiter in Deutschland: Neue Therapie bei arteriellen Verschlusskrankheiten

Bei der Rotationsthrombektomie/Atherektomie werden Gefäßverschlüsse zerkleinert und gleichzeitig abgesaugt

Nur noch rund 40 Meter konnte der 55-jährige Patient schmerzfrei zurücklegen, bevor er in der Gefäßchirurgie des Christlichen Krankenhauses behandelt wurde. Er litt seit Jahren an der sogenannten Schaufensterkrankheit (medizinisch pAVK = periphere arterielle Verschlusskrankheit). Durch die Verkalkung der Arterien kommt es dabei zu Engstellen (Stenosen) in den Arterien und es entstehen Durchblutungsstörungen der Beine. Die Durchblutungsstörungen sorgen für Beschwerden beim Gehen. Schreitet die Krankheit fort, können bereits im Ruhezustand Schmerzen auftreten. Ihre umgangssprachliche Bezeichnung hat die Krankheit daher, dass die Betroffenen aufgrund von Schmerzen beim Gehen immer wieder stehen bleiben müssen.

Bei der neuen Methode wird ein Rotations-Absaugkatheter bis zum Gefäßverschluss vorgeschoben und dieser mittels einer Fräse geöffnet. Vorteil der neuen Methode sei es, dass der Verschluss nicht nur geöffnet, sondern die Partikel gleichzeitig abgesaugt würden. So werde verhindert, dass das abgelöste Material zu erneuten Verschlüssen führe. Während sich die Gefäße bei der herkömmlichen Therapie häufig schon nach wenigen Monaten wieder verschließen würden, sorge das Verfahren in Kombination mit einem medikamentenbeschichteten Ballonkatheter für eine wesentlich längere Beschwerdefreiheit.


Die neue Methode, die nur kleine Operationswunden erforderlich macht, ist im Vergleich zu den konventionellen Bypass-Operationen wesentlich effektiver und schonender. Dies komme vor allem älteren Patienten zugute, für die eine klassische Operation zu riskant sei. „Auch bei Diabetes-Patienten, die oft unter Wundheilungsstörungen leiden, ist die neue Methode der Bypass-Operation vorzuziehen. Das Verfahren kann im Bedarfsfall wiederholt angewendet werden. Inzwischen können wir Gefäße therapieren, die zuvor im schlimmsten Fall eine Amputation erforderlich machten“.

Abbildungen:

 

1. Detailansicht des Katheters mit der Metallspirale (Foto: Jetstream, Boston Scientific)

2. CT-Angiografie: Deutlich zu sehen ist der Verschluss der rechten Oberschenkelarterie

 

 

Chefarzt
Dr. medic. (RO) Roger Skaf
Facharzt für Allgemeinchirurgie,
Facharzt für Gefäßchirurgie,
Endovaskulärer Chirurg (DGG)

Leitender Arzt
Dr. med. Dimitrios Kossivakis
Facharzt für Gefäßchirurgie

Leitender Oberarzt:
Ioannis Konstantinos Typou
Facharzt für Gefäßchirurgie

Oberärztin:
Dr. Daniela Amarie
Fachärztin für Gefäßchirurgie

Oberarzt:
Dr. Hosam Zbede

Funktionsoberarzt:
Herr Maysar Al-Mahmoud

 

Kontakt:
Tel. 05431.15-28 53
Fax. 05431.15-28 51

Zentrale 05431.15-0

e-mail:
r.skaf@ckq-gmbh.de

Aktuelle Hinweise - Coronavirus

Maskenpflicht

Analog zur Verordnung des Landes Niedersachsen gilt in unserem Krankenhaus ab sofort eine „Maskenpflicht“.

Das heißt, dass Sie als ambulante*r Patient*in und Besucher*in einen Mund-Nasen-Schutz (MNS) tragen müssen, wenn Sie das Gebäude betreten.

Dabei reicht es, wenn Sie einen selbst genähten MNS anlegen. Wenn Sie keine eigene Maske haben, stellen wir Ihnen einen entsprechenden Schutz zur Verfügung.

Besuchsverbot

(Stand: 19.09.2020)

Liebe Angehörige und Besucher,

aufgrund der aktuellen Entwicklung in unserer Region gilt in unserem Krankenhaus ab sofort ein generelles Besuchsverbot.
Ausnahmen sind nur in Absprache mit den behandelnden Ärzten möglich.

Auf Anweisung des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung gilt ein Betretungsverbot für Reiserückkehrende aus den Risikogebieten.

Ausgenommen von dem Betretungsverbot sind behandlungsbedürftige Personen.

Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis.