Christliches Krankenhaus
Quakenbrück
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Aus- und Weiterbildung

 

Christliches Krankenhaus Quakenbrück

Weiterbildungscurriculum

Facharzt / Fachärztin für Innere Medizin / Kardiologie

           

 

1. Einführung

Die Abteilung für Innere Medizin und Kardiologie behandelt jährlich ca. 2000 Patienten mit unterschiedlichen kardiovaskulären Erkrankungen, hauptsächlich im Rahmen der stationären Versorgung, aber auch jedoch im Rahmen von ambulanten / vorstationären und nachstationären Patientenvorstellungen sowie im Rahmen unserer 2 x die Woche stattfindenden „Schrittmacherambulanz“ (Eventrecorder, 1- und 2-Kammer-Schrittmacher, 1-, 2-Kammer- und 3-Kammer-ICD’s / -CRT-Systeme sowie CCM’s). Die Abteilung verfügt über 6 Fachärzte für Innere Medizin und Kardiologie mit entsprechender Erfahrung in der Weiterbildungsvermittlung im Bereich der Kardiologie. Die invasiven Leistungen wie Herzkatheteruntersuchungen und Device-Implantationen sind in die regionalen Qualitätsmaßnahmen eingebunden, die Chest-Pain-Unit wird in vorbeschriebenen Abständen rezertifiziert. Weiterhin finden in unserer Abteilung regelmäßig internistische und kardiologische Fortbildungen statt (wöchentlich Lunchseminar, 2-wöchentlich Kardio-Update, täglich Herzkatheter- und Echo-Besprechungen sowie alle 4 Wochen Morbiditäts- / Mortalitätskonferenz).

Das Christliche Krankenhaus Quakenbrück, Abteilung für Kardiologie, bietet eine Weiterbildung zum Facharzt / Fachärztin für Innere Medizin, Schwerpunkt Kardiologie (36 Monate), im Rahmen eines strukturierten Weiterbildungscurriculum mit Rotation in allen Schwerpunkte der Inneren Medizin/Kardiologie an. Ziel ist die selbstständige Untersuchung und Behandlung aller angeborenen und erworbenen kardialen bzw. vaskulären Erkrankungen (z. B. koronare, valvuläre oder arrhythmogene Herzerkrankungen), das Beherrschen der wesentlichen nichtinvasiven, invasiven und interventionellen Methoden kardiologischer Diagnostik und Therapie, die verantwortliche Teilnahme am kardiovaskulären Rufbereitschaftsdienst und die eigenverantwortliche Konsiliartätigkeit. Die folgenden Ausführungen beschreiben die Ziele und Strukturen der Weiterbildung einschließlich der rechtlichen Grundlagen. Für die Organisation der Weiterbildungsmöglichkeiten in der Inneren Medizin (Schwerpunkt Kardiologie) ist Herr Fadi Al Abdullah, MD. verantwortlich.

Die Abteilung verfügt über modernste Sonographie-Geräte (Echokardiographie, Gefäßduplex, Abdomen- und Schilddrüsensonographie), Geräte für Langzeit-EKG und Langzeit-RR-Messung sowie Kombigeräte (mehrtägige Aufzeichnung) inklusive Pulsoxymetrie. Außerdem verfügt die Abteilung über eine Herzkatheteranlage zur Durchführung von Links- und Rechtsherzkatheteruntersuchungen sowie verschiedenen Angiographien.

 

2. Ziele und Aufgaben

Ziele der Ausbildung in der Abteilung für Innere Medizin/ Kardiologie:

  • eine umfassende klinische Ausbildung
  • Einhaltung von Ausbildungszeiten
  • Vermittlung aller geforderten Ausbildungsinhalte
  • Gewährleistung einer Supervision
  • umfassende Einarbeitung neuer Mitarbeiter/innen
  • umfassende Weiterbildung im Rahmen der Rotation
  • Förderung des selbstständigen Arbeitens
  • Förderung von Kollegialität und Teamwork

 

3. Struktur

Die Abteilung für Kardiologie gehört zur Abteilung für Innere Medizin. Die Abteilung wird derzeit mit 50 kardiologischen Planbetten geführt und von Herrn Fadi Al Abdullah, MD. geleitet. Es besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen den internistischen Abteilungen.

Die Abteilung für Innere Medizin / Schwerpunkt Kardiologie erlaubt eine umfassende vaskuläre Diagnostik und Behandlung arterieller, venöser und kardiologischer Erkrankungen. Für die kardiologische Station 15 und Station 16 sind Herr Yazan Al-Kilani und Herr Zana T. Abdallah (Fachärzte für Innere Medizin und Kardiologie) verantwortlich. Hier finden sich Patienten mit allen Herzkrankheiten (koronare, valvuläre und myokardiale Erkrankungen, erworbene Herzfehler, Herzinsuffizienz und Arrhythmien).

Es besteht die Möglichkeit zur zentralen Überwachung gefährdeter Patienten auf unserer zertifizierten Chest-Pain-Unit mit IMC (6 Betten) / Intensivstation (2 Betten / optional Beatmung).

Die kardiologische Ambulanz wird von Herrn Fadi Abdullah, MD.  geleitet. Hier finden neben einer allgemeinen kardiologischen Ambulanz spezielle Sprechstunden für Patienten mit Herzschrittmachern und Defibrillatoren, Herzinsuffizienz und Arrhythmien statt.

Mit Hilfe moderner Geräte zur Computertomographie / MRT, welche unmittelbar neben den Bereichen der KFD (kardiologische Funktionsdiagnostik) zu finden sind, führen wir gemeinsam mit den Radiologen Untersuchungen des Herzens, der Gefäße und der Lunge (nativ / mit Kontrastmittel, Kardio-CT einschließlich Angio-CT der Koronarien, Kalkscore) durch.

Ansprechpartner für die Intensivstation hinsichtlich kardiovaskulärer Erkrankungen ist Herr Oberarzt Dr. med. Jörg Rosenblüh

 

4. Facharztweiterbildung

Abweichungen vom Curriculum können im Sinne des Christlichen Krankenhauses Quakenbrück oder im Sinne des Weiterbildungsassistenten erfolgen. Primär angestrebt ist eine Basisweiterbildung mit einer Dauer von zunächst 3 Jahren. Ziel der Weiterbildung im Gebiet „Innere Medizin / Kardiologie“ ist die Erlangung von Facharztkompetenzen.

 

4. 1. Basis zum Facharzt / Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie

Zunächst erfolgt im Christlichen Krankenhaus Quakenbrück eine Einarbeitungsphase in die EDV-Anwendungen und in die ärztliche Versorgung der stationären Patienten. Die klinische Ausbildung beginnt auf der kardiologischen bzw. internistischen Station. Frühzeitig kann eine Einarbeitung in die nichtinvasiven und schließlich auch in die invasiven Diagnostik- und Therapieverfahren erfolgen. Aufgaben der medizinischen Lehre („bed-side-teaching“, Seminare, Kolloquien), der ärztlichen Weiterbildung (aktive Teilnahme an Symposien und Kongressen) kommen hinzu. Die kardiologische und internistische Abteilung fördert eine gemeinsame und strukturierte basisinternistische / kardiologische Weiterbildung. Hier sollen die internistischen Grundlagen erlernt werden: das Management von Patienten auf den internistischen Stationen, in der Ambulanz, einschließlich Notfallmedizin sowie auf der internistisch orientierten Intensivstation. Die Gliederung in der Kardiologie gestaltet sich wie folgt:

            12 Monate Stationsdienst

            12 Monate Intensivmedizin

              6 Monate kardiologische Funktionsdiagnostik

              6 Monate Herzkatheterlabor 

Während dieser Weiterbildung sollen fundierte Kenntnisse in der Versorgung stationärer Patienten erworben werden. Die Weiterbildungsassistenten erlernen weitreichende Kenntnisse in der Beurteilung von Elektrokardiogrammen, Langzeit- EKGs, Langzeit-Blutdruckmessungen, Belastungsuntersuchungen und Lungenfunktionmessungen. Es erfolgt eine Ausbildung im Bereich der Abdomen- und Schilddrüsensonografie sowie der Gefäßsonografie. An Funktionstechniken werden Perikard- und Pleurapunktionen, die Anlage von zentralen Venenkathetern und Drainagen sowie die Anlage spezieller arterieller Katheter vermittelt. Im Rahmen der Weiterbildung nehmen Weiterbildungsassistenten auch an den Bereitschaftsdiensten teil.

Der interdisziplinäre Charakter vieler Veranstaltungen erweist sich als Garant für ein hohes Niveau der Diskussionen, die zur Entscheidungsfindung führen. Allen ärztlichen Entscheidungen werden, wenn möglich, die Kriterien der evidenzbasierten Medizin zugrunde gelegt.

 

4. 2. Basis zum Facharzt / Fachärztin für die Kardiologie

Die Ausbildung umfasst u.a. folgende Inhalte, die von der Indikationsstellung über Begleitung und Assistenz bis zur selbständigen Beherrschung erlernt werden sollen:

  • Erkennen sowie konservative und interventionelle Behandlung von angeborenen und erworbenen Erkrankungen des Herzens, des Kreislaufs, der herznahen Gefäße und des Perikards
  • Mitwirkung bei nichtinvasiven und invasiven Untersuchungen / Diagnostik bei valvulären Herzerkrankungen mit ggf. Indikationsstellung und Vorbereitung der Patienten auf interventionelle und operative Eingriffe
  • Beratung und Führung von Herz-Kreislaufpatienten in der Rekonvaleszenz nach akuten Erkrankungen oder Operationen sowie ihre sozialmedizinische Beurteilung hinsichtlich beruflicher Belastbarkeit
  • der Durchführung und Beurteilung diagnostischen Herzkatheteruntersuchungen inklusive Myokardbiopsien
  • der Mitwirkung an und Beurteilung von therapeutischen Koronarinterventionen (z. B. PCI, Stentimplantation)
  • einschließlich Anlage eines Herzunterstützungssystems (Impella) der Durchleuchtung, Aufnahmetechnik und Beurteilung von Röntgenbefunden bei Angiokardiographien
  • Interventionelle Therapien von erworbenen Erkrankungen der herznahen Venen
  • medikamentöse und apparative antiarrhythmischen Therapie einschließlich Defibrillation
  • Schrittmachertherapie und –nachsorge
  • Indikationsstellung zu Implantation und Nachsorge von Kardioverter-Defibrillatoren (Ein- und Zweikammersysteme, biventrikuläre Geräte)
  • Indikation und Nachsorge kardiochirurgischer Behandlungsverfahren
  • kardiovaskuläre Notfall- und Intensivmedizin
  • Echokardiographien, davon
  • Stressechokardiographien mittels Ergometer- und medikamentöser (Dobutamin) Belastung
  • Doppler- / Duplex-Untersuchungen des Herzens
  • Kontrastmitteluntersuchungen des Herzens
  • Gewebedoppler-Echokardiographie
  • dreidimensionale Echokardiographie
  • bildgebende und Doppleruntersuchung der herznahen Gefäße
  • transoesophageale Echokardiographie
  • Hämodynamische und Rechtsherzkatheteruntersuchungen ggf. einschließlich Belastung und pharmakologischer Effekte mit Druck-, Volumenmessungen und Widerstandsberechnung
  • Linksherzkatheteruntersuchungen, ggf. einschließlich der Laevokardiographien und Koronarangiographien
  • Rechtsventrikuläre Endomyokardbiopsien
  • Langzeituntersuchungsverfahren des Elektrokardiogramms und des Blutdrucks, z.B. ST- Segmentanalysen, Herzfrequenzvariabilität, hochverstärktes EKG
  • Implantation von Herzschrittmachern (Ein-, Zwei- und Dreikammerherzschrittmacher), Kardiovertern / Defibrillatoren und implantierbaren Recordern
  • Applikation von externen Herzschrittmachersonden
  • Kontrollen von Herzschrittmachern und Optimierung von Resynchronisationssystemen (CRT)
  • Für Funktionen wie z.B. Langzeit-EKG, Gefäßsonografie, Ergometrie und Echokardiographie werden interessierte Mitarbeiter durch Fortbildung speziell weitergebildet und sind so erste Ansprechpartner bei medizinischen und technischen Fragen und Problemen. Die Abfolgen der verschiedenen Stationen und Funktionsabteilungen werden zu Beginn der Weiterbildung festgelegt. Durch abteilungsinterne Umstände kann es in Ausnahmefällen zu abweichenden Reihenfolgen kommen
  • Medikamentöse Testungen (Atropin und Ajmalin-Test, externe Kardioversion sowie Überstimulation / Kardioversion über aktive Herzrhythmusimplantate

Im Rahmen der allgemein-internistischen Weiterbildung nehmen Weiterbildungsassistenten an den Bereitschaftsdiensten teil.

 

Chefarzt:
Fadi Al Abdullah, MD
Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie,
Spezielle Rhythmologie,
Interventionelle Kardiologie,
Hypertensiologe-DHL,
Herzinsuffizienz
 

Kontakt:
Tel. 05431.15-28 82
Fax. 05431.15-28 83

Zentrale 05431.15-0

 

Zertifizierungen

Aktuelle Hinweise - Coronavirus

Maskenpflicht

Analog zur Verordnung des Landes Niedersachsen gilt in unserem Krankenhaus ab sofort eine „Maskenpflicht“.

Das heißt, dass Sie als ambulante*r Patient*in und Besucher*in einen Mund-Nasen-Schutz (MNS) tragen müssen, wenn Sie das Gebäude betreten. Dabei benutzen Sie bitte einen industriell gefertigten MNS.

Wenn Sie üblicherweise einen selbst genähten MNS benutzen, wenden Sie sich bitte an die Mitarbeiter in unserer Zentrale, Diese stellen Ihnen einen entsprechenden o. g. Schutz zur Verfügung.

Besuchsverbot

(Stand: 19.09.2020)

Liebe Angehörige und Besucher,

aufgrund der aktuellen Entwicklung in unserer Region gilt in unserem Krankenhaus ab sofort ein generelles Besuchsverbot.
Ausnahmen sind nur in Absprache mit den behandelnden Ärzten möglich.

Auf Anweisung des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung gilt ein Betretungsverbot für Reiserückkehrende aus den Risikogebieten.

Ausgenommen von dem Betretungsverbot sind behandlungsbedürftige Personen.

Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis.