Christliches Krankenhaus
Quakenbrück
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Aktuelles aus der Neuro-/Wirbelsäulen- und Nervenchirurgie

Innovative OP-Methode in der Neurochirurgie des CKQ

Neurochirurgie_roboticscope
Neurochirurgie_roboticscope

Eine robotergestützte Visualisierung für die minimalinvasive Chirurgie - Das CKQ testete den RoboticScope® der Firma BHS Technologies

In der Neuro-, Wirbelsäulen- und Nervenchirurgie des CKQ testen Dr. Bostelmann und sein Team mit dem RoboticScope eine innovative Technik, die durch robotergestützte Visualisierung der minimalinvasiven Chirurgie optimale Behandlungsmöglichkeiten bietet.
Das RoboticScope® ist ein volldigitales 3D-Mikroskop. Es basiert auf einer digitalen, softwaregesteuerten Technologie und besteht aus drei genau aufeinander abgestimmten Hauptkomponenten Head-Mounted Display (HMD), Roboterarm und Mikroskop-Kamera.  

„Alle wichtigen Funktionen und 3D-Bewegungen des RoboticScope® können freihändig, nur durch leichteste Kopfgesten aktiviert werden“, erläutert PD Dr. Bostelmann. „Dabei verbleiben die Hände im Operationsfeld und die Instrumente müssen nicht zur Seite gelegt werden. Über das HMD haben wir zwei digitale Mikrodisplays direkt vor Augen, die uns das Operationsfeld in Echtzeit darstellen. Die Mikroskop-Kamera an dem Roboterarm filmt den Operationsbereich mit einer 4K-Auflösung.“ Das garantiere ein optimales Operationsergebnis und größte Sicherheit für die Patienten. Das neue Gerät ergänze den hohen Standard des hochspezialisierten und renommierten neurochirurgischen Fachbereichs: „Indem wir hier im Haus immer wieder vielversprechende und innovative Techniken testen, wollen wir unseren Patienten weiterhin eine optimale und die Möglichkeit bieten, von den neuesten Entwicklungen in der Medizintechnik zu profitieren“, so Bostelmann weiter.

Foto: PD Dr. Richard Bostelmann bei der Operation eines Tumors am Rückenmark mit Hilfe des RoboticScope®


Hohe Auszeichnung für Nervenspezialisten des CKQ

Dr. Christian Heinen und Matthias Bitter

Dr. Christian Heinen zum Vorsitzenden der Sektion „Periphere Nerven“ der European Association of Neurosurgical Societies gewählt


Dr. Christian Heinen, Facharzt für Neurochirurgie und einer der Leitenden Zentrumsärzte der Neuro-, Wirbelsäulen- und Nervenchirurgie des Christlichen Krankenhauses, ist international renommierter Spezialist für periphere Nerven, d. h. für den Teil des Nervensystems, der außerhalb des Gehirns und Rückenmarks liegt. Jetzt wurde er auf dem Jahreskongress der europäischen Neurochirurgie in Hamburg einstimmig zum Vorsitzenden der Sektion "Periphere Nerven" der European Association of Neurosurgical Societies (EANS) gewählt.

Dr. Heinen ist Gründungsmitglied der Sektion und wird das Amt des Sprechers für zwei Jahre innehaben. Vorgänger war der Gründer und Initiator der Sektion, Prof. Dr. Lukas Rasulic, Neurochirurg aus Belgrad. Dr. Heinen ist darüber hinaus auch Sprecher der Sektion „Periphere Nerven“ der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie DGNC.
„Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe. Ein wichtiges Ziel ist es für mich, die internationale Zusammenarbeit weiter auszubauen und Ausbildung sowie Forschung voranzutreiben“, so Dr. Heinen.

„Wir gratulieren Dr. Heinen ganz herzlich zu dieser großen Auszeichnung. Seine Wahl zum Vorsitzenden der international besetzten Sektion zeigt, dass die Neuro-, Wirbelsäulen- und Nervenchirurgie des CKQ hervorragend aufgestellt ist. Die Expertise unserer Fachärzte – zum Leitungsteam gehören neben Dr. Heinen auch die Fachärzte Prof. Dr. Jörg Klekamp, Dr. Majid Hashemi und PD Dr. Richard Bostelmann – ist über die Region hinaus und sogar international anerkannt. Das spiegelt sich auch im großen Einzugsgebiet dieses Fachbereichs wider“, betonte CKQ-Geschäftsführer Matthias Bitter.  


Bildunterschrift:
Dr. med. Christian Heinen und Matthias Bitter

Hilfe für Omid aus Afghanistan

Omid aus Afghanistan 2021

Der 13-jährige Junge wurde in der Neurochirurgie des CKQ operiert

Rund eine Woche war der 13-jährige Omid aus Afghanistan in der Neurochirurgie des CKQ in Behandlung und wer dem kleinen Jungen in der Klinik begegnet ist, wird die traurigen Augen nur schwer wieder vergessen können. Es sind Schicksale wie die des kleinen Mohammad Omid Maliki, die unmittelbar vor Augen führen, wie bedrohlich und menschenverachtend die Situation für die Zivilbevölkerung in Afghanistan ist. Omids Familie geriet im Januar in eine Schießerei. Dabei wurde der Vater des Jungen getötet und Omid schwer verletzt: Eine Kugel zerfetzte seine Armschlagader und zerstörte die Speichen-, Ellen- und Mittelnerven seines rechten Oberarms. In einem Lazarett versorgten Ärzte den kleinen Jungen notfallmäßig und retteten so sein Leben.

Anschließend kam er über den Verein „Kinder brauchen uns“, der seit 2002 Hilfe für Kinder aus Afghanistan koordiniert, nach Deutschland in eine Pflegefamilie. Eine erste unfallchirurgische Behandlung erfolgte am BG Klinikum in Hamburg. Aufgrund der Diagnose suchte der Verein ein Krankenhaus, das den Patienten kostenlos behandelt. Neben mehreren anderen Kliniken erhielt auch der auf Nervenchirurgie spezialisierte Neurochirurg Dr. Christian Heinen vom CKQ eine Anfrage. Während andere Kliniken eine kostenlose Operation ablehnten, sagte das CKQ sofort zu: „Wir mussten noch nicht einmal eine Minute überlegen“, so CKQ-Geschäftsführer Matthias Bitter. „Wir sind ein christliches Haus und natürlich wollten wir helfen. Unsere Klinik hat eine renommierte Neuro-, Wirbelsäulen- und Nervenchirurgie und mit Dr. Christian Heinen einen exzellenten Neurochirurgen, der den Jungen operieren konnte.“
Omid traf in der vergangenen Woche mit einer afghanischen Betreuerin im CKQ ein und wurde von Dr. Christian Heinen und seinem Kollegen Khaldoun Alabdo operiert. Während der rund fünfstündigen Operation wurden die zerstörten Nerven rekonstruiert. Dabei legten die Chirurgen alle Gefäße und Nerven in der Narbe des Arms frei, um die zerfetzten Nervenstränge wieder richtig zusammenzufügen. „Nerven können nachwachsen“, erläutert Heinen. „Dazu haben wir aus dem Unterschenkel des Jungen Gefühlsnerven entnommen und in den Bereich des Armes transplantiert. Sie dienen als Schiene, an der die Nerven im Arm langsam nachwachsen können.“ Ungefähr ein halbes Jahr werde es jedoch dauern, bis die Nerven die Hand des Jungen erreicht haben. Bei Kindern wachse das Nervengewebe zum Glück schneller als bei Erwachsenen. So ist Dr. Heinen optimistisch, dass Omid seine Hand bald wieder gut einsetzen kann.

Noch zwei bis drei Jahre wird Omid jetzt ärztlich betreut. Dazu kommt die regelmäßige Physiotherapie, die für den Erfolg der Heilung sehr wichtig ist. Omid darf in Deutschland bleiben, solange die medizinische Behandlung notwendig ist. „Es wäre schön, wenn er hier in der Region eine Pflegefamilie fände“, so Heinen.

Doch es ist nicht nur die Armverletzung, die Heilung erfordert. Auch eine psychologische Betreuung ist nötig, damit der Junge die traumatischen Erlebnisse verarbeiten kann. Große Sorgen macht er sich auch um seine Familie – Mutter und Geschwister leben weiterhin im afghanischen Takhar. Denn nachdem sein Vater getötet wurde, ist Omid als ältester Sohn traditionell für die Versorgung der Familie zuständig und diese Verantwortung bedrückt ihn sehr. Umso mehr hofft er, dass er seine Hand und die Finger bald wieder richtig bewegen kann.
Auch wenn der Anfang gemacht ist, sind es noch viele Wunden, die bei Omid heilen müssen.
Wir wünschen Omid gute Besserung!


Bildunterschrift
Der 13-jährige Omid aus Afghanistan mit dem Team der neurochirurgischen Station, CKQ-Geschäftsführer Matthias Bitter und den verantwortlichen Neurochirurgen Dr. Christian Heinen (2.v.l.) und Khaldoun Alabdo (3.v.l.).

 

 

Leitender Zentrumsarzt
Prof. Dr. med. Jörg Klekamp
Facharzt für Neurochirurgie
Zertifizierter Wirbelsäulenchirurg

e-mail:
j.klekamp@ckq-gmbh.de

 

Leitender Zentrumsarzt
Dr. med. Majid Hashemi
Facharzt für Neurochirurgie

e-mail:
m.hashemi@ckq-gmbh.de

 

Leitender Zentrumsarzt
PD. Dr. med. habil. Richard Bostelmann
Facharzt für Neurochirurgie

e-mail:
r.bostelmann@ckq-gmbh.de

 

Leitender Zentrumsarzt
Dr. med Christian Heinen
Facharzt für Neurochirurgie

e-mail:
c.heinen@ckq-gmbh.de

 

Kontakt:

Sekretariat Frau Specker

Telefon: 05431 15 3431

Fax: 05431 15 3353

email:

h.specker@ckq-gmbh.de


Zentrale: 05431 15 0

 

Aktuelle Hinweise Corona-Virus

Neue Besucherregelung am CKQ ab dem 07.05.2022
Testpflicht und FFP2- Maskenpflicht

 

Liebe Besucherinnen und Besucher,
ab dem 07.05.2022 sind wieder mehr Besuche möglich. In der Zeit von 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr dürfen täglich zwei Personen gleichzeitig eine/n PatientIn besuchen.
Bitte beachten Sie die üblichen Abstandsregeln, auch während des Besuchs im Patientenzimmer, sowie die durchgehende FFP2-Maskenpflicht im gesamten Haus.
Die bekannten Ausnahmen der Besuchszeiten, u.a. bei Palliativpatienten und Intensivpatienten, gelten weiterhin. Stimmen Sie sich hier bitte mit den zuständigen MitarbeiterInnen ab.

Bitte beachten Sie, dass jeder Besucher einen aktuellen negativen Schnelltest inkl. Nachweis, der nicht älter als 24 Stunden ist, vorweisen muss. Bitte legen Sie diesen bei unseren MitarbeiterInnen im Eingangsbereich Haus 1 vor.

Besucher der Psychiatrie und Psychosomatik legen ihren negativen Testnachweis ebenfalls im Eingangsbereich Haus 1 vor.
Eine Testmöglichkeit vor Ort ist nicht gegeben. Des Weiteren ist ein Impfnachweis sowie die Angabe Ihrer Kontaktdaten nicht mehr erforderlich.