Aktuelles aus der Unfallchirurgie und Orthopädie
Robotikgestützte OP-Methode bietet viele Vorteile: Kniegelenkersatz mit neuer Technologie im CKQ

Im Quakenbrücker Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung werden Eingriffe genau auf die individuellen Bedürfnisse der Patienten zugeschnitten
Seit kurzem setzt das Christliche Krankenhaus in der Knieendoprothetik robotikgestützte Chirurgie (CORI®-System) ein. Und das mit großem Erfolg, wie die beiden Chirurgen Dr. Holger Bode, Chefarzt, und Patrick Klauke, Leiter des Endoprothetikzentrums der Maximalversorgung, berichten. Der robotikgestützte Knieersatz ist eine Behandlungsoption zur Linderung von Schmerzen, die durch Gelenkverschleiß aufgrund von Arthrose verursacht werden und hat im Vergleich zu herkömmlichen Techniken eine deutlich verbesserte Genauigkeit gezeigt.
Wie funktioniert nun das robotikgestützte System?
Beim Einsatz des CORI®-Systems kann auf eine Computertomographie (CT) vor der OP verzichtet werden. Stattdessen erfassen die Chirurgen zu Beginn der Operation die individuelle Anatomie und Bänderspannung des jeweiligen Kniegelenks. Mithilfe des Robotiksystems werden sogenannte Tracker am Oberschenkelknochen und am Schienbein mit vier kleinen chirurgischen Stiften befestigt. Diese Tracker bieten dem Chirurgen während des Eingriffs einen konstanten Bezugspunkt. Mittels Computerunterstützung wird in dann in Echtzeit ein hochdetailliertes, dreidimensionales Modell erstellt. So ersparen sich die Patienten den zusätzlichen CT-Termin und die damit verbundene Strahlenbelastung.
„Durch das bildfreie, intelligente Mapping der Knochenanatomie können wir mit dem CORI-System einen personalisierten Operationsplan erstellen und die ideale Implantatgröße, -ausrichtung und -position auf der Grundlage der einzigartigen Anatomie jedes Patienten ermitteln“, erklären Dr. Bode und Patrick Klauke. Das System ermögliche es außerdem, den Operationsplan intraoperativ virtuell zu modifizieren, außerdem assistiere es bei der Durchführung präziser Knochenresektionen, so Bode.
„Auf Basis des präzisen 3D-Modells planen wir die Operation digital am Bildschirm. Dabei stimmen wir die optimale Größe, Ausrichtung und Position der Prothesenkomponenten exakt auf die jeweilige Anatomie unseres Patienten ab“, erklärt Patrick Klauke. Gleichzeitig werde die Stabilität der Bänder und die natürliche Gelenkfunktion in der Bewegung simuliert, um ein harmonisches und stabiles Bewegungsmuster zu gewährleisten.
Während der OP arbeiten die Chirurgen mit einer handgeführten robotischen Präzisionsfräse. Das System agiert dabei wie ein digitaler Leitfaden und stellt sicher, dass der zuvor erstellte, individuelle Plan exakt umgesetzt wird. Eine virtuelle Schutzbarriere sorgt dafür, dass das Instrument stoppt, bevor gesunder Knochen oder wichtige Weichteile verletzt werden könnten. So wird nur der erkrankte Knochen abgetragen, das gesunde Gewebe bleibt unangetastet.
„Wir freuen uns, dass wir unseren Patientinnen und Patienten die neue Technologie anbieten können“, so Dr. Bode und Patrick Klauke. „Diese Erweiterung unseres orthopädischen Leistungsspektrums unterstreicht unser Engagement für eine herausragende Gesundheitsversorgung durch die neuesten technologischen Fortschritte.‘‘
Abbildungen:
1. Das OP-Team um Patrick Klauke (2. v. r.) und Dr. Holger Bode (ganz rechts) hochkonzentriert während der Operation.
2. Bildschirmansicht: Planung eines Implantats. Mit Hilfe der an Oberschenkelknochen und Schienbein befestigten kleinen chirurgischen Stifte (sog. Tracker) erfasst das Robotiksystem das individuelle Modell des Kniegelenks. So kann die korrekte Größe und Position für das Implantat ermittelt werden.
3. Chirurg Patrick Klauke entfernt das geschädigte Knochengewebe, assistiert von der handgeführten robotischen Präzisionsfräse, um Platz für das Implantat zu schaffen. Das Modell auf dem Bildschirm zeigt das zu entfernende Knochengewebe an.
Fotos 1,3: CKQ/Böning
Foto 2: Smith + Nephew/Bernd Vogel


Quakenbrücker Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung erfolgreich rezertifiziert

Freude über die Rezertifizierung des Endoprothetikzentrums der Maximalversorgung: (v.l.): Katharina Haverkamp, Qualitätsmanagement, Dr. Holger Bode, Chefarzt der Unfallchirurgie/Orthopädie, Oberarzt Tareq Abu ZamZam, Zentrumsleiter Patrick Klauke, Leitender Arzt Orthopädie und Endoprothetik Klaus Gesang und Leitender Oberarzt Sven Meyer)
Ausgezeichnete Behandlungsqualität und hohe Spezialisierung sind das Aushängeschild des Quakenbrücker Endoprothetikzentrums der Maximalversorgung. Jetzt wurde das Zentrum rezertifiziert.
„Mit dem Zertifikat zeigen wir weiterhin die Erfüllung der qualitätssichernden Maßnahmen im Bereich der endoprothetischen Versorgung im EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung“, freut sich der Leiter des Zentrums, Patrick Klauke. „Die Rezertifizierung ist eine Bestätigung für die ausgezeichnete Arbeit unseres gesamten Teams. Wir decken mit unserem Zentrum und dem zugehörigen Team aus der Pflege und Physiotherapie den großen Bedarf an sicheren und hochqualitativen Eingriffen bei Knie- und Hüftgelenkimplantaten sowie der Wechselendoprothetik in unserer Region ab.“
Für die Zertifizierung nach Vorgaben der der Initiative EndoCert® muss das Zentrum über mindestens zwei gut ausgebildete und erfahrene Senior-Hauptoperateure verfügen die jährlich jeweils mindestens 100 Operationen im Bereich des endoprothetischen Gelenkersatzes von Knie- und Hüftgelenk durchführen. Ferner werden an ein Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung spezielle Anforderungen an die Ausstattung und Expertise zur Durchführung von Revisionseingriffen im Bereich der Knie- und Hüftendoprothetik gestellt. Diese sind in Quakenbrück etabliert und werden durch die hohe Fallzahl an Wechseloperationen repräsentiert.
2024 hat das OP-Team um den Leiter des Zentrums, Patrick Klauke, Koordinator Sven Meyer, sowie Chefarzt Dr. Holger Bode, Oberarzt Tareq Abu ZamZam und dem Leitenden Arzt Orthopädie und Endoprothetik, Klaus Gesang, dafür rund 700 Operationen mit sehr guten Ergebnissen durchgeführt. Für 2025 ist eine weitere deutliche Fallzahlsteigerung absehbar.
Auch CKQ-Geschäftsführer Ralph Ehring gratulierte dem gesamten Team und betonte: „Die Rezertifizierung ist eine Bestätigung für die hervorragende Arbeit des Zentrums. Die stetig steigende Zahl an Operationen verdeutlicht den hohen Stellenwert des Quakenbrücker Zentrums in der Endoprothetik-Versorgung der Region. Für unsere Patientinnen und Patienten bietet die Behandlung im Quakenbrücker Endoprothetikzentrum große Sicherheit, denn sie können sich darauf verlassen, dass sie von hervorragend ausgebildeten Chirurgen mit großer Berufserfahrung behandelt werden.“
Bildunterschrift: Freude über die Rezertifizierung des Endoprothetikzentrums der Maximalversorgung: (v.l.): Katharina Haverkamp, Qualitätsmanagement, Dr. Holger Bode, Chefarzt der Unfallchirurgie/Orthopädie, Oberarzt Tareq Abu ZamZam, Zentrumsleiter Patrick Klauke, Leitender Arzt Orthopädie und Endoprothetik Klaus Gesang und Leitender Oberarzt Sven Meyer)
Nach interdisziplinärer OP im CKQ ist der rechte Arm von Patient Henning H. wieder voll funktionsfähig




Fachärzte der Unfallchirurgie/Orthopädie und Nervenchirurgie operieren gemeinsam
199 Minuten dauerte die Operation im Christlichen Krankenhaus Quakenbrück und sie sollte die Lebensqualität des Patienten Henning H. aus Friesoythe maßgeblich verbessern. Aufgrund eines Geburtstraumas konnte der 29-jährige Rettungssanitäter seinen rechten Arm nur sehr eingeschränkt einsetzen: Zeit seines Lebens litt er an einer Armplexusläsion und einem persistierendem Außenrotations- sowie Anteversionsdefizit – einfach ausgedrückt: durch die Schädigung des Nervengeflechts des Plexus brachialis hatte er Lähmungserscheinungen, auch konnte er seinen Arm nur sehr geringfügig anheben oder drehen. Langfristig führten diese Einschränkungen zudem zu einer Verkrümmung der Wirbelsäule. Auch seinen früheren Beruf als Fachkraft für Lagerlogistik musste der Friesoyther aus gesundheitlichen Gründen aufgeben.
Während sein Fall lange als nicht therapierbar galt, erhielt Henning H. dann vor zwei Jahren von seiner Neurologin den Tipp, sich im Quakenbrücker Krankenhaus bei Dr. Christian Heinen, Leitender Arzt der Neuro-, Wirbelsäulen- und Nervenchirurgie, vorzustellen - einem ausgewiesenen und international anerkannten Spezialisten in der Peripheren Nerven- und Plexuschirurgie. Gemeinsam mit Oberarzt Tareq Abu-Zamzam aus der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie, haben sie ein perfekt eingespieltes Team aufgebaut, um solche komplexen interdisziplinären OP-Techniken durchzuführen. Henning H. erkundigte sich in seinem Umfeld und erhielt äußerst positive Empfehlungen für das CKQ, daher vereinbarte er einen Termin bei Dr. Heinen.
Nach intensiver Untersuchung und einem MRT schlugen die beteiligten Ärzte dem Patienten eine interdisziplinäre OP vor, bei der zwei bislang seltene Operationsverfahren kombiniert wurden. Nach einem Monat Bedenkzeit stimmte Henning H., der als Rettungssanitäter viel medizinisches Vorwissen hatte und zuvor ausführlich recherchierte, dem komplizierten Eingriff zu.
Am 27. Februar 2025 war es dann soweit: Bei der Operation legten die Chirurgen das betroffene Nervengeflecht frei und versetzten den Trapezmuskel an das obere Ende des Oberarmknochens. Ebenso wurde mittels Rotationsosteotomie der Oberarmknochen durchtrennt und gedreht, um die fehlerhafte Torsion zu korrigieren. Anschließend erfolgte die Verplattung des Knochens durch zwei Platten und 15 Schrauben. Mittels Stimulationsmonitoring wurde die Nervenfunktion während der mehrstündigen OP permanent überwacht.
Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Inzwischen kann Henning H. seinen rechten Arm wieder über den Kopf heben und drehen sowie zum Mund führen. Voran ging eine dreimonatige Heilungsphase nach der OP, während der der Patient seinen Arm für einen erfolgreichen Heilungsprozess noch insgesamt drei Monate in einer Orthese tragen musste. Mehrere Physio- und Ergotherapie-Einheiten pro Woche sorgen nun dafür, dass der Patient seinen rechten Arm weiter kräftigt und voll einsetzen kann.
„Die Ärzte und das Team haben tolle Arbeit geleistet“, erklärt der Vater einer einjährigen Tochter. „Ich werde das Krankenhaus unbedingt weiterempfehlen, zumal ich im nahen Umkreis noch zwei weitere Betroffene kenne, die ebenfalls unter dieser geburtstraumatologischen Einschränkung leiden.“
Die beiden Chirurgen Dr. Heinen und Tareq Abu-Zamzam erklären: „Diese interdisziplinäre Operation wird unseres Wissens nach auch weltweit nur an sehr wenigen Zentren angeboten. Hier im CKQ haben wir in der Unfallchirurgie und Orthopädie mit der Neuro-, Nerven- und Wirbelsäulenchirurgie inzwischen bereits weit über 30 dieser herausfordernden gemeinsamen Eingriffe erfolgreich durchgeführt. Unsere Patienten kommen von weit her, um die hier bestehende kombinierte Expertise zu nutzen. Damit ist es möglich, alles in einer interdisziplinären Behandlung abzuarbeiten, anstatt viele Einzeloperationen über sich ergehen zu lassen.“
Bildunterschriften:
(1)Das Ärzteteam mit dem Patienten (v.l.): Nikolay Nikolov, Assistenzarzt, Dr. Christian Heinen, Henning H. und Tareq Abu-Zamzam
Vorher (2) und nachher (3+4): Henning H. demonstriert, wie eingeschränkt die Bewegung seines rechten Arms vor der OP war und wie gut er den Arm inzwischen wieder bewegen kann.
Neue Behandlungsmöglichkeit für Menschen mit chronischen Gelenkbeschwerden

Schmerzen an den Gelenken betreffen in Deutschland viele Menschen. Neben den etablierten Behandlungen durch Physiotherapie, Medikamente, Anwendungen und Gelenkersatz steht jetzt eine innovative Behandlungsmethode am CKQ zur Verfügung.
"Für viele Menschen mit chronischen Schmerzen und Verschleiß an den großen Gelenken ist ein Gelenkersatz die richtige Therapie", sagt der Chefarzt der Unfallchirurgie und Orthopädie am CKQ, Dr. Bode. "Leichtere Schäden können durch arthroskopische Eingriffe behoben oder verbessert werden. Für andere Menschen ist Physiotherapie oder eine andere Anwendung besser geeignet".
Was aber, wenn die etablierten Therapien versagen? Für manche Menschen ist ein Gelenkersatz auch keine passende Option, z.B. wenn das Gelenk noch nicht verschlissen ist, oder eine Erkrankung die Narkosefähigkeit beeinträchtigt.
In solchen Fällen setzt das CKQ die Interventionelle Radiologie ein. "Ein neues Verfahren zur Behandlung von chronischen Schmerzen an Gelenken oder auch Einblutungen in die Gelenkkapsel nach Gelenkersatz ist die sog. transarterielle periartikuläre Embolisation (TAPE)", erklärt der Chefarzt der Radiologie am CKQ, Dr. Asmus Wulff. Dieses Behandlungsverfahren wurde in Japan entwickelt und ist in Deutschland ganz neu. Seit kurzer Zeit steht es auch für Patientinnen und Patienten am CKQ zur Verfügung.
Über einen Katheter am Arm oder an der Leiste wird die Durchblutung der Gelenkkapsel reduziert. Dadurch verringern sich Schwellungen, Schmerzen und, wenn vorhanden, das Risiko einer Einblutung im Gelenk. Dieser minimalinvasive Eingriff wird in örtlicher Betäubung durch die Interventionelle Radiologie durchgeführt.
So auch bei unserem Patienten Berthold Rump (68). Nach seinem Eingriff erklärt er: "Meine Schmerzen am Knie sind fast weg. Ich werde die Behandlung im CKQ weiterempfehlen.“
Das Bild zeigt von rechts nach links: Chefarzt Dr. Bode (Unfallchirurgie und Orthopädie), Berthold Rump, Chefarzt Dr. Wulff (Diagnostische und Interventionelle Radiologie), Sandra Lückrandt, Leitende MTR CKQ und SAKL.
Ärzte-Team und Leistungsspektrum der Orthopädie des CKQ maßgeblich erweitert

Emsteker Orthopäden jetzt im CKQ tätig
„Emsteker Orthopäden“ Dr. Ulrich Dammann, Patrick Klauke und Klaus Gesang sind ab sofort im Quakenbrücker Krankenhaus tätig
Die Unfallchirurgie und Orthopädie des Christlichen Krankenhauses stellt ihre Weichen auf Wachstum und Weiterentwicklung: Seit einigen Wochen komplettieren die Orthopädie-Spezialisten Dr. Ulrich Dammann und Patrick Klauke ebenso wie der schon als Kooperationspartner im CKQ tätige Klaus Gesang das Team des Fachbereichs.
Ziel ist es, ein Endoprothetik-Zentrum zu etablieren und so den Patientinnen und Patienten auch in diesem Bereich alle maßgeblichen und innovativen Therapiemethoden im Quakenbrücker Krankenhaus anzubieten.
Patrick Klauke ist Facharzt für Orthopädie, Spezielle Orthopädische Chirurgie, Sportmedizin und Chirotherapie und als Leitender Zentrumsarzt Endoprothetik im CKQ tätig. Seine besonderen Schwerpunkte sind die Endoprothetik von Knie- und Hüftgelenk sowie komplexe Prothesenwechseloperationen. Dr. Ulrich Dammann, Facharzt für Orthopädie, Unfallchirurgie, Sportmedizin, Rheumatologie, Physikalische Therapie und Manuelle Medizin, besetzt die Position eines Leitenden Oberarztes. Große Erfahrung hat er in der Gelenk- und Fußchirurgie sowie in der orthopädischen Rheumatologie und in der Sportmedizin. Dritter im Bunde ist Klaus Gesang, Facharzt für Orthopädie. Er führt Eingriffe in den Bereichen Fußchirurgie, Knie- und Hüftchirurgie sowie Schulterchirurgie einschließlich der Endoprothetik der großen Gelenke und Wechseleingriffe durch. Eine enge Kooperation besteht darüber hinaus mit der orthopädischen und schmerztherapeutischen Praxis von Jens Kühling, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Schmerztherapie, Manualtherapie und Rettungsmedizin, in Löningen.
„Wir freuen uns, dass die sog. ‚Emsteker Orthopäden‘, die sich einen überregional hervorragenden Ruf erarbeitet haben, künftig in unserer Klinik tätig sind“, so Dr. Holger Bode, Chefarzt der Unfallchirurgie und Orthopädie des CKQ und der St. Anna Klinik Löningen. Mit den neuen Kollegen decke der Fachbereich nun ein sehr breites und innovatives Spektrum an orthopädischen Behandlungsmöglichkeiten ab.
Auch CKQ-Geschäftsführer Matthias Bitter heißt die Orthopäden sehr herzlich willkommen: „Wir möchten, dass Sie hier in Quakenbrück optimale Bedingungen für Ihre Arbeit vorfinden.“ Der Bedarf an orthopädischen Therapien und Eingriffen steige – bedingt auch durch die demographische Entwicklung – permanent an. Umso wichtiger sei es für das CKQ, in diesem Bereich möglichst breit und innovativ aufgestellt zu sein. Dieses Ziel habe man nun durch die personelle und fachliche Erweiterung in der Orthopädie erreicht. In naher Zukunft werde nun der Zertifizierungsprozess des CKQ als Endoprothesenzentrum anlaufen.
Termine und weitere Informationen über die Tel.-Nr.: 05431/ 903000 (MVZ) oder 05431/ 15-2853 (CKQ/Unfallchirurgie und Orthopädie)
Bildunterschrift: Viel Verstärkung für das CKQ: Begrüßung der orthopädischen Fachärzte durch die CKQ-Unternehmensleitung, v.l.: Dr. Holger Bode, stellv. Ärztlicher Direktor, CKQ-Geschäftsführer Matthias Bitter, Patrick Klauke, Klaus Gesang, Dr. Ulrich Dammann, Prokurist Manfred Janknecht und Pflegedirektorin Sonja Hus.
Neues Therapieverfahren hilft bei großen Knorpeldefekten
Gute Verträglichkeit durch Einsatz von körpereigenem Gewebe

Starke Schmerzen im Kniegelenk veranlassten eine 33-jährige Patientin, sich an die Fachärzte der Unfallchirurgie und Orthopädie des Christlichen Krankenhauses zu wenden. Nach einer gründlichen Untersuchung und der Auswertung der MRT-Aufnahmen konnte die Ursache der Beschwerden eindeutig ermittelt werden: Die Patientin litt unter einem stark schmerzhaften tief bis auf den Knochen reichenden Knorpelschaden in der Belastungszone des rechten Kniegelenks. „Um der Patientin wieder eine schmerzfreie Fortbewegung zu ermöglichen, entschieden wir uns für ein neuartiges Vorgehen mit einem Eingriff zur Transplantation mit eigenem Gewebe“, erklärt Dr. Holger Bode, Chefarzt der Unfallchirurgie und Orthopädie.
Denn seit kurzem setzt der Fachbereich Unfallchirurgie/Orthopädie erfolgreich eine innovative Behandlungsmethode bei großen Knorpelschäden beispielsweise im Knie- oder Sprunggelenk ein. Das neue Verfahren mit dem Namen „autocart“ ermöglicht es, große Knorpeldefekte in einer einzigen Operation zu therapieren. Darüber hinaus ist für die Therapie nur körpereigenes Gewebe nötig, was zu einer besonders guten Verträglichkeit des Knorpelaufbaus führt.
Wie kommt es überhaupt zu derartigen Knorpelschäden? „Man kann sich Knorpel als eine Art Stoßdämpfer vorstellen, die in den Gelenken unsere Bewegungen abfedern. Ist der Knorpel beschädigt, reiben die Knochenenden ungeschützt aufeinander, eingeschränkte Beweglichkeit und Schmerzen sind die Folge. Das Problem ist, dass sich Knorpelschäden erst spät bemerkbar machen, denn der Knorpel selbst besitzt keine Nerven und Schmerzen entstehen erst, wenn darunterliegende Knochen und Gelenkkapseln beschädigt werden. Auch kann sich Knorpel mangels eigener Blutgefäße kaum regenerieren“, erläutert Dr. Holger Bode. Daher sei das neue Verfahren für betroffene Patientinnen und Patienten eine gute Möglichkeit, verletzten Knorpelbereich wiederaufzubauen. „Gerade bei jüngeren Patienten stellen Knorpelschäden häufig ein Behandlungsproblem dar. Dabei muss auch die Größe eines Defektes berücksichtigt werden“, so Bode weiter.
Und wie funktioniert das neue Verfahren? „Wir entnehmen mit einem sogenannten Schaber feine Knorpelpartikel aus der Randzone der defekten Stelle oder aus einem unbelasteten Gelenkabschnitt“, erklärt Bode. Parallel dazu nehmen wir dem Patienten Blut ab, aus dem wir das plättchenreiche Plasma ACP herstellen. Mit einem Teil des Plasmas wird anschließend eine Thrombinlösung hergestellt. Die gewonnenen Knorpelpartikel können wir dann mit Hilfe einer Applikationskanüle auf den Knorpelschaden auftragen. Sind die Knorpelpartikel in der gewünschten Position, werden sie abschließend mit einem durch die Mischung von Thrombinlösung und ACP entstandenen Fibrin-Gel verklebt und somit in ihrer Position fixiert.“ Der Eingriff erfordere nur einen kurzen, meist zweitägigen stationären Aufenthalt in der Klinik, danach könne das Gelenk allmählich wieder voll belastet werden, ergänzt der leitende Oberarzt Sven Meyer.
Bildunterschrift:
Chefarzt Dr. Holger Bode (links) und der leitende Oberarzt Sven Meyer erläutern das neue Verfahren.
(6/2021)
Neu am CKQ: Sanfte OP-Methode für Hüftgelenk
Hüftgelenksarthroskopien helfen Sportlern und jüngeren Menschen
Jeder, der unter Gelenkschmerzen leidet, weiß, dass diese Beschwerden die Lebensqualität massiv beeinträchtigen. Mit der Arthroskopie des Hüftgelenkes bietet Dr. Holger Bode, leitender Oberarzt der Unfallchirurgie und Orthopädie des Christlichen Krankenhauses Quakenbrück, ein neues und anspruchsvolles Verfahren an, um Gelenkschmerzen auf den Grund zu gehen und sie oftmals ohne konventionelle Operation oder gar Prothese zu beheben. Gerade für jüngere Patienten, die beruflich und sportlich sehr aktiv sind und Hüftschmerzen oder eine beginnende Arthrose haben, ist die Arthroskopie geeignet.
Während die Gelenkspiegelung von Knie oder Schulter seit Jahrzehnten praktiziert wird, ist diese Methode für das Hüftgelenk relativ neu. Das liegt vor allem daran, dass dieses größte Gelenk des Menschen sehr komplex aufgebaut und nur schwer zu erreichen ist.
„Die minimalinvasive Diagnose- und Operationsmethode für das Hüftgelenk wird deutschlandweit bisher nur in wenigen Kliniken durchgeführt“, erläutert Dr. Bode. „Wir setzen die Arthroskopie zum Beispiel ein, um Hüftschmerzen bei jüngeren Menschen – auch Sportlern - abzuklären, ebenso zur Behandlung beginnender Arthrosen, Entfernung freier Gelenkkörper, Knorpelschäden, Anrissen der Pfannenlippe, aber auch zur Knochenabtragung bei Impingement (Enge-)-Syndrom.“ Zur Zeit sei das CKQ die einzige Klinik zwischen Bremen und Münster, in der die Hüftgelenksarthroskopie durchgeführt werde.
Die minimal-invasive Methode habe viele Vorteile für die Patienten, so Dr. Bode: „Im Vergleich zu konventionellen Methoden haben unsere Patienten bei der Arthroskopie deutlich weniger Schmerzen. Auch sind die Wunden wesentlich kleiner und der Heilverlauf ist deutlich verkürzt. Es sind nur drei bis vier kleine Hautschnitte nötig, deren Narben später kaum zu sehen sind. Zudem ist der Patient sofort nach der Operation wieder mobil.“
Info: 05431-15-2853






