Christliches Krankenhaus
Quakenbrück
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14. Nordwestdeutscher Psychiatrie- und Psychotherapietag

Psychiater und Psychotherapeuten aus der Nord-West-Region tagten in Ankum

Das diesjährige Quakenbrücker Symposium zur Psychologischen Medizin fand erstmals an einem neuen Standort – dem See- und Sporthotel Ankum – statt, was von den Teilnehmern gut angenommen wurde.
Wie in den Vorjahren konnten namhafte Referenten mit jeweils spezifischen Forschungsgebieten gewonnen werden. Ihre Vorträge stießen bei den über 80 Psychiatern und Psychotherapeuten aus der gesamten Nord-West-Region bis nach Hannover auf eine sehr positive Resonanz.

Zu den psychosomatischen Folgen nach Traumatisierungen und posttraumatischem Stress referierte Prof. Dr. Dr. Hans-Peter Kapfhammer, Ärztlicher Direktor der Psychiatrischen Universitätsklinik Graz sowie der dortigen Universitätsklinik für Medizinische Psychologie und Psychotherapie. Anhand internationaler Studien belegte er die hohe Prävalenz von körperlichen Erkrankungen (Hypertonie, kardiale Erkrankungen und Diabetes mellitus) bei chronischen Stresssyndromen oder posttraumatischen Störungen. Diese würden häufig auch von Fachleuten unterschätzt. Deren stärkere Berücksichtigung in Diagnostik und Therapie könne Chronifizierungen und psychosoziales Leid verringern.
Zur medikamentösen Therapie schizophrener Erkrankungen gab Prof. Dr. Ion-George Anghelescu, Ärztlicher Direktor der Privatklinik Blomenburg (Schleswig-Holstein), einen Überblick. Aufgrund der Vielzahl neu entwickelter medikamentöser Behandlungsoptionen verbessern sich die Chancen für eine gezielte und nebenwirkungsarme Behandlung der Patienten deutlich. Hinsichtlich der bekannten niedrigen Medikamenten- bzw. Therapiecompliance psychotischer Patienten seien die in den letzten Jahren neu verfügbaren Depotmedikamente von Vorteil.
Einen Überblick über die filmische Darstellung von Psychiatern und Psychotherapeuten in verschiedenen Zeitepochen gab Prof. Dr. Martin Poltrum von der Sigmund Freud PrivatUniversität Wien. Auf der Grundlage US-amerikanischer Filme identifizierte er vier Typen von Psychotherapeuten vom dämonischen Typ bis hin zu ausgeprägten Helfern. Bemerkenswert war, dass filmisch nahezu ausschließlich Psychoanalytiker mit typischen „Couch-Situationen“ gezeigt wurden. Psychiater hatten durchgehend ein ausgeprägt negatives Image. Die filmische Repräsentation reflektiert die verzerrte, vorurteilsbelastete öffentliche Wahrnehmung, die durch den Film noch einmal verstärkt wird.
Über die Prävention und Behandlung seelischer Erkrankungen im mittleren und höheren Lebensalter referierte Prof. Dr. Dr. Michael Rapp von der Universität Potsdam, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und –psychotherapie e.V. (DGGPP). Anhand von Studien zeigte er, dass bereits ein regelmäßiges leichtes körperliches Ausdauertraining zu einer Verbesserung der kognitiven Leistungsfähigkeit führt und damit auch zur Risikominderung für Alterserkrankungen, insbesondere Demenzen, beiträgt. Rapp plädierte nachdrücklich für einen verstärkten Einsatz von Antidementiva, die irrtümlicherweise auch in Fachkreisen als nebenwirkungsbelastet und partiell unwirksam gelten. Nur 10% der Demenzpatienten erhielten diese wirksame Medikation, bei 70% sei sie jedoch indiziert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bildunterschrift:
Organisator Univ.-Prof. Dr. Dr. Reinhard J. Boerner (oben Mitte) und die Referenten des 14. Nordwestdeutschen Psychiatrie- und Psychotherapietages.

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